Es befinden sich ca. 500 Angehörige der Bundeswehr im Nahen Osten

Iranische Vergeltungsschläge treffen auch Bundeswehr-Standorte

Deutsche Soldaten in Jordanien und Irak geraten zwischen die Fronten. Es gab aber keine Verletzten.

Bundeswehr-Soldaten in der Wüste


Im Zuge der dramatischen Eskalation im Nahen Osten sind auch deutsche Soldaten von iranischen Vergeltungsangriffen betroffen. Wie das Operative Führungskommando der Bundeswehr bestätigte, feuerten iranische Kräfte seit Samstagmorgen mehrere Raketen und Drohnen auf Militärbasen ab, auf denen Bundeswehr-Personal stationiert ist. 

Bundeswehrsoldaten in Jordanien und im Irak betroffen

Betroffen waren ein Feldlager in al-Azraq im Osten Jordaniens sowie eine multinationale Basis nahe Erbil im Nordirak.

In al-Azraq, wo rund 100 Soldaten der Luftwaffe – vorwiegend Ausbilder und Unterstützungskräfte – im multinationalen Rahmen eingesetzt sind, wurden die Angriffe bis in den Sonntagmorgen fortgesetzt. 

Die Soldaten hielten sich während der Attacken in Schutzräumen und Schutzbauten auf. Die integrierten Luftverteidigungssysteme neutralisierten alle anfliegenden Geschosse und Drohnen vollständig. 

Laut Bundeswehr gab es keine Verletzten unter den deutschen Kräften und keine Schäden am einsatzwichtigen Material.

Keine Verluste und Verletzte auf deutscher Seite

Ähnlich verlief die Lage in Erbil: Dort ist derzeit nur noch eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Soldaten vor Ort. Auch hier schlugen die Abwehrmaßnahmen an; es gab keine Personenschäden auf deutscher Seite. In der Region wurden jedoch leichte Verletzungen bei US-Soldaten durch herabfallende Trümmer gemeldet.

Die Angriffe stehen im direkten Zusammenhang mit den massiven US-israelischen Luftschlägen gegen Ziele im Iran, die seit Samstagmorgen andauern und unter anderem zur Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei führten.

Teheran reagierte mit breiten Gegenangriffen auf israelische und amerikanische Ziele – dabei gerieten auch westliche Koalitionsbasen ins Visier, an denen neben US- auch britische, französische und deutsche Kräfte präsent sind.

"Die deutschen Soldaten waren nicht das primäre Ziel“, betonte ein Sprecher des Führungskommandos. "Es handelt sich um Kollateraleffekte der iranischen Vergeltung." 

Die Bundeswehr hatte sich bereits im Vorfeld auf solche Szenarien eingestellt und das Personal in gefährdeten Regionen reduziert.

500 Bundeswehrangehörige im Nahen Osten im Einsatz

Insgesamt sind derzeit etwa 500 Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten in der Nahost-Region im Einsatz – neben Jordanien und Irak auch vor der libanesischen Küste. Die Bundesregierung behält sich gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien "militärische Defensivmaßnahmen" vor, falls die Angriffe andauern.

Die Lage bleibt hoch angespannt. Experten rechnen damit, dass die härtesten iranischen Gegenschläge möglicherweise noch bevorstehen.

Sven von Storch

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Kommentare

"Die Bundesregierung behält sich ... "militärische Defensivmaßnahmen" vor, falls die Angriffe andauern."

Wann heißt es: Ab 5.45 Uhr wird zurückgeschossen???

Und dann unsere afghanistan-gestählten Helden*innen in action!!!

Doch wehe-wehe, wenn ich das Ende sehe...

Der Gefreite hatte 1945 versagt; aber jetzt haben wir ja den Obergefreiten mit Feldherrn-Allüren - und der quasselfreudige Philipp Amthor sorgt dann für Sportpalast-Stimmung!!!

Mag sein, daß die dortige Stationierung deutscher Soldaten im Rahmen internationaler Verpflichtungen notwendig war.

Aber gerade jetzt fragt man sich einmal mehr, was eine Bundeswehrbrigade in Litauen zu suchen hat.

Eine Entscheidung im Sinne Deutschlands war das mit Sicherheit nicht!

Aber bei den fremdbefohlenen "Entscheidungen" unserer(?) Regierung sind wir das ja gewohnt.

Ich befürchte, dass die "Verblödung" der Menschheit schon sehr weit fortgeschritten ist. Aus der Vergangenheit" hat noch nie jemand was gelernt! Unsere "Freizeitarmee" treibt sich immer mehr in Gefilden rum, wo sie eigentlich gar nichts zu suchen haben. Sie sind eigentlich nur für die sogen. Landesverteidigung zuständig, oder? Wie sagte mal ein schlauer Kopf wozu die Bundeswehr eigentlich gut ist? Sie ist dazu da, um den sogen.Feind an der Grenze so lange aufzuhalten, bis richtiges Militär kommt! Und wenn einer unbedingt Krieg spielen will, soll er halt hingehen und die anderen in Ruhe lassen! Ist ja eh nur ein Riesengeschäft für ein paar Kapitalisten!

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!

 

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