Ganze Industriezweige betroffen: Blockade der Straße von Hormus trifft deutsche Lieferketten hart

Iran-Krieg lässt Motoröl knapp werden: Weltweite Lieferketten betroffen

Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten sorgt nicht nur für höhere Spritpreise. Nun werden auch hochwertige Basisöle für Motoren knapp. Autofahrer, Lkw-Betreiber und der ÖPNV müssen mit steigenden Kosten und möglichen Engpässen rechnen.

Motoroel wird knapp


Seit Ende Februar 2026 blockiert der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus als Reaktion auf militärische Aktionen. Durch diese Meerenge fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Rohölhandels. Besonders betroffen sind Gruppe-III-Basisöle, die aus der Golfregion stammen. Im Jahr 2025 kamen 72 Prozent der europäischen Importe dieser hochwertigen Schmierstoffgrundlage aus dem Nahen Osten [siehe Bericht "Frankfurter Rundschau"].

Diese Basisöle bilden den Kern moderner synthetischer Motoröle für Pkw, Lkw, Busse, Baumaschinen und Industrieanlagen. Ohne sie lassen sich die geforderten Schmierstoffe für moderne Verbrennungsmotoren nicht herstellen. Die Spotpreise für Gruppe-III-Basisöl in Europa sind seit Kriegsbeginn massiv gestiegen und haben sich teilweise mehr als verdoppelt. Selbst nach einem vorübergehenden Waffenstillstand entspannte sich die Lage nur langsam.

Deutsche Industrie spürt den Druck

Deutsche Autobauer berichten bereits von Zuteilungen und Engpässen bei den benötigten Ölen. Besonders Werke, die Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren produzieren, sind betroffen. Während einige Hersteller wie BMW die Situation noch beobachten, melden andere Standorte Einschränkungen. Auch asiatische Raffinerien reduzieren die Produktion bestimmter Basisöle, da sie Rohstoffe aus der Region priorisieren oder nicht erhalten.

Für den Straßenverkehr und den öffentlichen Nahverkehr drohen längere Wartungszeiten und mögliche Ausfälle. Busbetriebe könnten Fahrzeuge länger in den Werkstätten halten müssen, wenn das vorgeschriebene Motoröl fehlt.

Normalisierung dauert Monate

Experten gehen davon aus, dass selbst bei einer dauerhaften Beruhigung der Lage die Lieferketten erst nach mehreren Monaten wieder stabil laufen. Zerstörte Produktionsanlagen wie die Shell-Anlage im Persischen Golf benötigen bis zu einem Jahr für die Reparatur. Alternative Transportrouten über Land sind teuer und kaum ausreichend. Autofahrer sollten rechtzeitig in den Werkstätten nachfragen, ob das passende Öl verfügbar ist, und Wartungen nicht unnötig verschieben. 

Der Konflikt zeigt einmal mehr, wie verwundbar globale Lieferketten für alltägliche Produkte sind. Die bisherige Form der Globalisierung hat alle Industrieländer verwundbar gemacht.

Sven von Storch

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Comments

Glass Steagall Act

20.05.2026 | 14:23

Was für ein Zufall, dass man mit dem fehlenden Motoröl eine ganze Volkswirtschaft lahm legen könnte! Irgendwie erinnert das an die kommende und künstlich herbeigeführte Mangellage mit Düngemitteln! 

Ekkehardt Fritz Beyer

20.05.2026 | 21:16

Die „deutsche Industrie spürt den Druck“!!!

Ja mei: ... „Russland ist weltweit ein bedeutender Exporteur von Basisölen (etwa 1 Million Tonnen jährlich). Dennoch ist die Beschaffung aufgrund von Sanktionen und Embargos der Europäischen Union rechtlich und logistisch sehr komplex. Der Handel mit russischen Mineralölprodukten unterliegt strengen Beschränkungen.“ ... https://www.google.com/search?q=russland+k%C3%B6nnte+die+bebrauchten+basis%C3%B6le+liefern&sca_esv=ce94e24e788b5151&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&ei=XI0Navu1H6KHxc8PrN3XuQ4&biw=1024&bih=441&ved=0ahUKEwj…

Weil dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich den Kauf dieses immer wichtiger werdenden Produkts aus Russland ablehnt, da Nord-Stream im Wissen seines Ole gesprengt wurde https://www.theeuropean.de/politik/nord-stream-anschlag-was-wusste-scholz – sich letztlich aber auch daran nicht mehr daran erinnern kann?

Ähnlich wie beim Fall CumEx? https://www.youtube.com/watch?v=FStOyxyAo1k 

Sollten sich Alice und Tino deshalb etwa nicht bei wohl wem bedanken?https://www.youtube.com/watch?v=h5cuHVUiJVA

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