Drohende globale Energiekrise: Straße von Hormus ist Achillesferse der Weltwirtschaft

Iran-Konflikt könnte Wirtschaft schlimmer als Corona-Krise treffen

Experten warnen vor einem Albtraum-Szenario: Sollte die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, drohen massive Versorgungsengpässe bei Öl und Gas mit Folgen, die die Corona-Krise in den Schatten stellen könnten.

Wirtschaftskrise durch den Irankrieg


Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases transportiert wird, ist seit Ausbruch der Kämpfe mit Iran weitgehend lahmgelegt. Angriffe auf Energieinfrastruktur in Iran und benachbarten Staaten haben die Lage verschärft. 

Experten von Energieberatungen wie S&P Global und früheren CIA-Analysten sprechen von einem echten "Supply Crunch" – nicht nur von höheren Preisen, sondern von tatsächlicher physischer Knappheit [siehe Bericht "Daily Mail"].

Explodierende Preise und drohende Rationierung

Bereits jetzt notieren Ölpreise (Dubai-Korb/Murban) bei etwa 170 Dollar pro Barrel, Kerosin liegt bei 210 bis 240 Dollar. Europäisches Gas könnte auf bis zu 500 Euro pro Einheit klettern – Werte, die die Höchststände nach der Ukraine-Invasion bei weitem übertreffen. 

Bei einer Blockade von mehr als zwei Monaten rechnen Fachleute mit Panikkäufen, Hamsterkäufen und ersten Rationierungen von Treibstoffen.

Dominoeffekt auf Industrie, Verkehr und LebensmittelFlugzeuge könnten am Boden bleiben, Chemiewerke stillgelegt werden und die Landwirtschaft unter fehlendem Dünger sowie Energie leiden – mit entsprechend geringeren Ernten. 

Transport, Luftfahrt, Fertigung und globaler Handel wären massiv betroffen. Besonders hart träfe es Europa, Großbritannien und weite Teile Asiens.

Reparaturen dauern Monate bis Jahre

Beschädigte Raffinerien, Pipelines und Hafenanlagen benötigen nach Einschätzung der Experten Monate, teils Jahre, bis sie wieder voll einsatzfähig sind. 

Zusätzliche Störungen im Roten Meer durch Huthi-Angriffe verschärfen die Krise weiter.Ökonomen sprechen von einer "full-blown economic emergency", die in den kommenden Wochen Realität werden könnte, wenn keine schnelle Entspannung eintritt. Die Weltwirtschaft stehe vor ihrer vielleicht schwersten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

23.03.2026 | 10:37

... „Experten warnen vor einem Albtraum-Szenario: Sollte die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, drohen massive Versorgungsengpässe bei Öl und Gas mit Folgen, die die Corona-Krise in den Schatten stellen könnten.“ ...

Was aus Sicht des Donald samt seinem Hegseth Pete schon deshalb nicht anders händeln lässt, weil sich die Verbündeten nicht wie Partner, sondern wie Abhängige verhalten? „Diese Haltung habe die Allianzen insgesamt geschwächt und die Gefahr erhöht, dass Amerika in einen dritten Weltkrieg hineingezogen werden könnte. Ein Weckruf, der vor allem in europäischen Hauptstädten für Unruhe sorgen dürfte“!!!!!!!

https://www.kettner-edelmetalle.de/news/pentagon-zieht-die-zugel-an-amerika-zuerst-und-europa-soll-endlich-liefern-25-01-2026

 

Johannes Friedrich

23.03.2026 | 11:16

"Lebensmittel-Flugzeuge könnten am Boden bleiben". Da sieht man welch ein gefährlicher Irrsinn dieses "EU-Mercosur-Abkommen" ist; vorprogrammierte Hungersnöte.

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