Indien einigt sich diplomatisch mit dem Iran

Indische, pakistanische und chinesische Schiffe passieren ungehindert die Straße von Hormus

Nachdem bereits chinesische und pakistanische Öltanker ungehindert die Straße von Hormus passieren konnten, haben sich die Inder mit den Iranern diplomatisch geeinigt, so dass auch deren Schiffe ungestört durch die Meerenge fahren können.

LNG-Tankschiff


Das Problem der Durchsetzung der Meerenge von Hormus mit Minen scheint wohl weniger problematisch zu sein, als in den Medien dargestellt. Tatsächlich sind nun nach zahlreichen chinesischen und pakistanischen auch indische Tankschiffe durch die Meerenge gefahren. Indien und der Iran hatten sich auf diplomatischen Wegen verständigt.

Der Iran nutzt die Meerenge von Hormus gezielt, um die USA und Israel und deren Verbündete zu treffen

Damit ist klar, dass der Iran die weltwirtschaftlichen Folgen nicht weiter eskalieren lassen will, um sich nicht zum Gegenstand weltweiten Zorns zu machen. 

Doch die USA und Israel sowie deren aktiv am Krieg beteiligt Verbündete können ihre Tankschiffe weiterhin nicht durch die Straße von Hormus fahren lassen, ohne Gefahr zu laufen, vom Iran aus beschossen zu werden.

Die Botschaft: Die Angriffe sollen den USA und Israel so teuer wie möglich werden

Die iranische Führung hat aus dem sogenannten 12-Tage-Krieg von 2025 eine Lehre gezogen: Dass die USA und Israel Ziele im Iran bombardieren und dann einfach die Aktion beenden, ohne dass es ernsthafte Konsequenzen gibt, das soll nicht mehr vorkommen.

Die Kalkulation des Iran: Wenn die US-Regierung weiß, dass Angriffe auf den Iran massive wirtschaftliche Folgen haben werden, würden sie in Zukunft weniger schnell zu solchen Militäraktionen greifen.

Trump will die internationale Gemeinschaft zum Schutz der Meerenge drängen: Doch die zögert

Auffällig ist, dass nur wenige Staaten dem Aufruf der US-Regierung folgen, Marineschiffe an die Straße von Hormus zu schicken, um den Schiffsverkehr dort zu sichern. Die meisten Staaten, auch die meisten europäischen Länder, halten sich zurück.

Sven von Storch

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Kommentare

Die Straße von Hormus liegt sowohl in den Hoheitsgewässern des Iran und von Oman, die sich sogar überlappen. Aber trotzdem gibt es in den unstrittigen Hoheitsgewässern des Oman die Möglichkeit der Durchfahrt. Auch dort bedroht der Iran die Schiffe (der Amerikaner und der Verbündeten).

Trump kann den Iranern mit Recht drohen, dass er sie wiederum umfänglich angreift, wenn auch nur EIN Schiff in den Hoheitsgewässern von Oman angegriffen wird.

Eine andere Sprache versteht dieses aggressive, einer aggressiven und menschenverachtenden Ideologie verpflichtete Regime nicht. Jahrelang hat die internationale Gemeinschaft (sofern es die überhaupt gibt) tatenlos zugesehen, dass dieses üble Regime "Tod den Amerikanern!" und "Tod den Juden!" skandiert hat. Damit muss es ein Ende haben. Die Welt ist viel zu eng zusammengerückt im 21. Jahrhundert, als dass man ein solches Regime gewähren lässt, solchen Unfrieden zu stiften und die Leute im Land gegen andere Menschen aufzuhetzen.

Die Feigheit der Antidemokraten in der UNO wird nur noch getoppt von der Feigheit der US-Verbündeten, die eigenen Schiffe dort zu schützen. (Aber im Afghanistan-Krieg haben die uns erzählen wollen, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt würde.)

"Indien einigt sich diplomatisch mit dem Iran"

Das geht also auch mit dem Iran!

Wer allerdings immer nur mit dem "Holzhammer" agiert - siehe Trump, der von Diplomatie und/oder von Verhandlungen absolut nichts hält - hat zumindest beim Iran schlechte Karten!

Deutschland sollte ein Lazarettschiff und vielleicht noch einen Minenräumer hinschicken. Könnte doch niemand was dagegen haben?

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