Washington will Krieg nicht in die Länge ziehen

Im Gegensatz zu Netanjahu sieht Trump den Krieg wohl bald beendet

Donald Trump geht davon aus, dass der Krieg gegen den Iran nicht mehr lange dauern wird. Denn ein großer Teil der Fernwaffen des Iran sei zerstört. "Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig", erklärte der US-Präsident.

Donald Trump


Während Benjamin Netanjahu dem US-Präsidenten widersprochen hatte und erklärte, dass der Krieg weiterginge, bis das Regime in Teheran gestürzt sei, hält Donald Trump ein baldiges Ende für möglich. Nicht in dieser Woche, aber auch nicht in ferner Zeit, erklärte er.

Die militärische Infrastruktur des Iran sei dezimiert

Donald Trump wies darauf hin, dass ein großer Teil der iranischen militärischen Infrastruktur zerstört sei. Der Iran haben einen großteil seiner Luftwaffe, seiner Raketen, seiner Drohnen und vor allen Dingen seine Marine verloren. "Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig", erklärte Trump

Der Iran widersprach. Auch Israel widersprach. Doch Trump scheint den Krieg nicht endlos in die Länge ziehen zu wollen. Nach Ansicht der Amerikaner liege man sehr gut im Zeitplan und habe schneller erledigt, was zerstört werden sollte, als ursprünglich geplant. Man sei dem Zeitplan um Wochen voraus, erklärte Trump. 

Straße von Hormus würde von den Amerikanern übernommen

Was die Meerenge von Hormus angehe, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Erdöl- und Erdgas-Exportes gehe, wollen die USA selbst die Sicherheitslage in die Hand nehmen, um den Schiffsverkehr wieder sicherzustellen. 

Bislang stauen sich zahlreiche Tanker vor der Meerenge, weil die Reedereien und die Schiffsversicherungen das Risiko nicht eingehen wollen, ihre Schiffe vom Iran beschießen zu lassen.

Die USA wollen kurz-, mittel- und gegebenfalls langfristig für Sicherheit in der Wasserstraße sorgen. Ein Flugzeugträger mit US-Flotten-Kontingent sei bereits vor Ort, andere Schiffe auf dem Weg dorthin.

Das ist auch dringend nötig, denn der Welthandel stockt bereits und die steigenden Energiepreise belasten die Wirtschaft. Allein die Ankündigung von Trump, dass der Krieg bald enden könne und die USA die Wasserstraße von Hormus sichern wollen, hatte bereits für erste Entlastungen an den Börsen gesorgt.

Sven von Storch

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Kommentare

"Im Gegensatz zu Netanjahu sieht Trump den Krieg wohl bald beendet"

Es wird doch immer offensichtlicher, dass es völlig egal ist, was Trump sieht, will oder nicht will. Erstens widerspricht der sich am laufenden Band und von einem Tag zum anderen ständig selbst. Zweitens bestimmt ER garantiert nicht, wann was in diesem Krieg geschieht, weil er noch viel weniger zu bestimmen hat als Netanjahu. Drittens ist er auch nur eine vom Tiefen Staat installierte Marionette. Und schließlich scheinen diesmal die "Feinde" der USA und der Israelis, die Iraner das Sagen und die Oberband zu haben - zumindest sieht das ganz so aus, was möglicherweise auch so bleiben wird. Denn die Mullahs kuschen nicht vor ihren westlichen Angreifern. Das werden die nie tun! Lieber gehen die unter und nehmen die Amis und Israelis mit in den Untergang. So sieht es jedenfalls derzeit aus. Daher ist es völlig bedeutungslos, was Trump verkündet und auch, was Netanjahu in seinen Iran vernichtenden Fantasien äußert. Beide, Trump und Netanjahu sowie ihre Hintermänner haben sich mit ihrem Krieg gegen den Iran total verkalkuliert!

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