Es war der blutige Höhepunkt des Deutschen Bauernkriegs: Am 15. Mai 1525 fand die Schlacht bei Bad Frankenhausen statt.
Der Hintergrund: In Thüringen führte der Theologe Thomas Müntzer rund 8.000 aufständische Bauern und Bürger an, die gegen hohe Abgaben, Leibeigenschaft und die Unterdrückung durch die Fürsten kämpften.
Inspiriert von reformatorischen Ideen und Müntzers Vision einer gerechteren Gesellschaft, hatten sich die Aufständischen auf dem Schlachtberg hinter einer Wagenburg verschanzt. Ihnen standen die gut ausgerüsteten Heere der Fürsten von Hessen, Braunschweig und Sachsen mit etwa 3.000 Mann, einschließlich Artillerie und Landsknechten, gegenüber.
Nach gescheiterten Verhandlungen griffen die Fürsten überraschend an, zerschlugen die Bauernwehr und metzelten über 5.000 Aufständische nieder, während sie selbst kaum Verluste erlitten. Müntzer wurde in der Stadt gefasst, gefoltert und am 27. Mai enthauptet. Die Niederlage beendete den Aufstand in Thüringen und schwächte den gesamten Bauernkrieg. Bad Frankenhausen wurde geplündert, und die Region mit hohen Strafen belegt.


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