Zusammenarbeit Mexikos mit der US-Regierung bei der Drogenkartell-Bekämpfung

Eskalation in Mexiko: Tod des Kartellbosses "El Mencho" löst Gewaltwelle aus

Die US-Regierung unter Donald Trump spielte eine Schlüsselrolle durch die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen. "El Mencho" galt als einer der meistgesuchten Drogenhändler weltweit mit einem Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar. 

Drogenboss "El Mencho"


Der Tod des berüchtigten Drogenbarons Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes in einer Militäroperation hat Mexiko in Chaos gestürzt. Kartellmitglieder reagieren mit Blockaden, Brandanschlägen und Schusswechseln in zahlreichen Bundesstaaten, während US-Bürger aufgefordert werden, in Deckung zu gehen.

Der Militäreinsatz in Jalisco

Am 22. Februar 2026 führte das mexikanische Militär eine Operation in der Stadt Tapalpa im Bundesstaat Jalisco durch, um Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als "El Mencho", festzunehmen. Der Anführer des Jalisco Nueva Generación Kartells (CJNG) wurde in einem Feuergefecht verwundet und starb auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Bei dem Einsatz kamen vier weitere Kartellmitglieder ums Leben, drei wurden verletzt und zwei festgenommen. Die Operation wurde mit nachrichtendienstlicher Unterstützung der USA durchgeführt.

Gewaltausbrüche in mehreren Bundesstaaten

Unmittelbar nach dem Tod von "El Mencho" brachen in mindestens 20 Bundesstaaten gewalttätige Auseinandersetzungen aus. Kartellanhänger errichteten über 250 Straßensperren, setzten Busse, Geschäfte und Fahrzeuge in Brand und lieferten sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Betroffen sind vor allem Regionen wie Jalisco, Michoacán, Colima, Guanajuato und Nayarit, wo das CJNG stark vertreten ist. In Guadalajara und Puerto Vallarta, beliebten Touristenorten, wurden Explosionen und Brände gemeldet, was zu Flugausfällen und Schulschließungen führte. Bislang wurden keine zivilen Todesopfer bestätigt, doch Drohungen des Kartells deuten auf eine Eskalation hin.

Massive Auswirkungen auf Zivilbevölkerung und Touristen

Die mexikanische Regierung rief die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben und sich über offizielle Kanäle zu informieren. Präsidentin Claudia Sheinbaum steht unter Druck, da die Gewalt die Bekämpfung des Fentanyl-Handels und der organisierten Kriminalität in den Fokus rückt. US-Amerikaner in Mexiko wurden angewiesen, in ihren Unterkünften zu bleiben, während Touristen in Strandorten wie Puerto Vallarta festsaßen. Internationale Regierungen, darunter die USA und Indien, warnten ihre Bürger vor Reisen in die betroffenen Gebiete. Lokale Behörden berichteten von Angriffen auf Polizisten und Soldaten, was die Lage weiter verschärft.

Internationale Beteiligung: USA stark involviert

Die USA spielten eine Schlüsselrolle durch die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen. "El Mencho" galt als einer der meistgesuchten Drogenhändler weltweit mit einem Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar. Das CJNG ist für den Schmuggel von Fentanyl und anderen Drogen verantwortlich und kontrolliert weite Teile Mexikos. 

Der Tod des Bosses könnte die Machtverhältnisse unter den Kartellen verändern, ähnlich wie bei der Festnahme von „El Chapo“ Guzmán vor zehn Jahren.

Immer noch vereinzelte Kämpfe

Bis zum 23. Februar 2026 wurden die meisten Straßensperren geräumt, doch vereinzelte Kämpfe halten an. Die mexikanische Armee verstärkte ihre Präsenz, um weitere Angriffe zu verhindern. Experten warnen vor einer möglichen Zunahme der Gewalt, da rivalisierende Kartelle die Lücke nutzen könnten. Die Situation unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen den Drogenhandel in Mexiko.

Sven von Storch

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Kommentare

Na, da werden alle über-lebenden "Gallos" resp. Hähne jetzt aber besonders fröhlich kräh'n : 

In der Unterwelt wird er oft auch „El Señor de los Gallos“ genannt, was auf Deutsch „Der Herr der Hähne“ bedeutet (aufgrund seiner Vorliebe für Hahnenkämpfe). 

https://leicht-und-sinn.de/wenn-der-hahn-kraeht-auf-dem-mist/

„...Hühnern, die kräh'n, soll man beizeiten die Hälse umdreh'n.“ Wer kennte sie nicht, die Sprichwörter..."

MP

dass die Anhänger dieser Drogenbosses Revolte machen, es sind ja ihre "Arbeitsplätze" nun gefährdet.  Und, diese Anhänger des Drogen-Clans sind in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verorten. Nicht bloß Logistiker/Schmuggler, Denunzianten, Augen und Ohren des Clans, auch Richter, Polizisten, Verwaltungsmitarbeiter. Da kämen Hunderte ans Licht. Zumal dieser "EL Mencho" einer von Dutzenden Drogenkartellen ist. Die bekämpfen sich auch untereinander. Die Aktion zumindest war richtig. Mit solchen Leuten nicht lange fackeln, denn man sieht ja bei El Shapo, der hatte fast eine Armee die ihm zu Ausbrüchen unterstützten. Der US-Staat muss sich nun um seine Sicherheit kümmern. Dann Verfahrenskosten? ...ec.  Heute ist die Lokalisierung mittels Elektronik und spezieller Agenten oder Informanten leichter, diesen Sumpf ausfindig zu machen. Und, wenn eine Bombe den Richtigen trifft, ist es gut, meinetwegen aus der Luft - auch für uns. Kaum einer nimmt wahr, was diese Drogen anrichten. Die Bekämpfung von Designer-Drogen oder Fentanyl oder andere zerstörende Drogen sollte mit aller Härte weltweit geführt werden und diese Bosse einfach auslöschen - keine Gefangenen machen.

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