Der Iran droht, den wichtigsten Erdöl-Exportweg der Welt zu sperren

Drohung gegen den Westen: Iran hat Marinemanöver in der Straße von Hormuz gestartet

Der Iran hat am Montag die Marineübung "Intelligente Kontrolle über die Straße von Hormuz" gestartet und demonstriert damit seine militärische Präsenz in einer der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt. Vor dem Hintergrund massiver US-Flugzeugträger-Präsenz und der Atomgespräche in Genf will Teheran Entschlossenheit zeigen.

Ali Khamenei vom Iran


Teheran hat am Montag eine groß angelegte Marineübung gestartet. Diese findet in der strategisch wichtigen Wasserstraße statt, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Die Manöver unterstreichen die anhaltenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten.

Iranische Militärübung "Intelligente Kontrolle" läuft auf Hochtouren

Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden hat die Übung mit dem Namen "Intelligente Kontrolle über die Straße von Hormuz" eingeleitet. 

Die Seestreitkräfte der Revolutionsgarden agieren unter der Aufsicht ihres Kommandeurs General Mohammad Pakpour. Die Übung umfasst Live-Feuer-Übungen mit Schnellbooten, Drohnen und Küstenraketen. Sie dient der Überprüfung der Einsatzbereitschaft gegen mögliche Bedrohungen, heißt es.

Iranische Quellen betonen den hybriden Charakter der Manöver. Dazu gehören elektronische Kriegsführung, präzisionsgelenkte Raketen und schnelle Reaktionsszenarien. 

Die Übung begann am 16. Februar 2026 und soll die Fähigkeit Irans demonstrieren, die Kontrolle über die Region zu wahren.

US-Aufmarsch als Auslöser: Trump lässt riesige Flotte auffahren

Die Manöver fallen in eine Phase erhöhter Spannungen mit den USA. Washington hat kürzlich Flugzeugträger wie die USS Abraham Lincoln und die Gerald R. Ford in den Persischen Golf entsandt. Präsident Donald Trump sprach von einer "massiven Armada". Diese Präsenz soll Druck auf Teheran ausüben.

Der Iran sieht die Übung als Antwort darauf. Ein Sprecher der Revolutionsgarden warnte, dass alle ausländischen Schiffe in der Region unter ständiger Überwachung stehen. Die Revolutionsgarden bereiten sich auf schnelle Gegenmaßnahmen vor, falls Bedrohungen entstehen.

Strategische Bedeutung der Wasserstraße: Wichtigster Erdöl-Exportweg der Welt

Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer. Sie ist der wichtigste Ölexportweg der Welt. Täglich passieren hier Millionen Barrel Rohöl. Eine Blockade würde globale Energiemärkte massiv erschüttern.Iran nutzt solche Übungen regelmäßig, um seine Abschreckung zu zeigen. Die Revolutionsgarden betonen den "intelligenten Einsatz" geopolitischer Vorteile in der Region. Dazu zählen Inselbasen wie Abu Musa, von denen aus Raketen Ziele in großer Entfernung treffen können.

Atomgespräche im Schatten der Übung: Neben wechselseitiger Drohungen laufen auch die diplomatischen Drähte heißt

Die Manöver starteten einen Tag vor indirekten Atomverhandlungen in Genf. Der Iran und die USA wollen dort über ein neues Abkommen sprechen. Teheran will mit der Übung Stärke signalisieren, während Washington auf diplomatische Fortschritte hofft.

Der US-Außenminister Marco Rubio warnte, dass ein Deal schwierig werde. Dennoch drängt Trump auf Verhandlungen. Beobachter sehen in der Übung eine Mischung aus Abschreckung und Verhandlungsdruck.

Reaktionen aus der Region und der Welt: Israel und Saudi-Arabien beobachten Manöver genau

Israel und arabische Staaten beobachten die Entwicklungen mit Sorge. Die Übung verstärkt Befürchtungen vor Eskalation. Bisher gab es keine Berichte über Zwischenfälle mit ausländischen Schiffen.Analysten warnen, dass weitere Provokationen die ohnehin fragile Lage verschärfen könnten. Iran bleibt jedoch bei seiner Linie: Die Übung diene rein defensiven Zwecken.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

17.02.2026 | 10:05

„Drohung gegen den Westen: Iran hat Marinemanöver in der Straße von Hormuz gestartet“!!! ...

Ja mei: „Eine Schließung der Straße von Hormus, durch die etwa 20 bis 30 Prozent des weltweit gehandelten Rohöls und beträchtliche Mengen an Flüssiggas (LNG) transportiert werden, würde der Westen nicht freiwillig „in Kauf nehmen“. Sie wäre eine geopolitische und wirtschaftliche Katastrophe. Aufgrund der strategischen Bedeutung ist jedoch davon auszugehen, dass der Westen (insbesondere die USA) alle notwendigen Mittel ergreifen würde, um eine anhaltende Schließung militärisch zu verhindern oder schnell zu beenden.“ ... https://www.google.com/search?q=nimmt+der+westen+in+kauf%2C+wenn+die+strasse+von+hormus+geschlossenwird&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=nimmt+der+westen+in+kauf%2C+wenn+die+strasse+von+hormus+geschloss…

Weil dies besonders den Amis auch finanziell ans Eingemachte ginge???

Schließlich will die EU scheinbar auch deshalb Russland erobern!!! 

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