Die Vereinigten Staaten von Amerika haben dem Iran in den jüngsten Verhandlungen in Pakistan ein langes Einfrieren der Urananreicherung vorgeschlagen. Für mindestens 20 Jahre soll Teheran auf diese sensible Technologie verzichten. Im Gegenzug stellten die USA eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht. Der Iran wies das Angebot jedoch entschieden zurück und bot stattdessen eine deutlich kürzere Frist an. Die Gespräche endeten ohne Einigung.
Harte Linie der Trump-Administration
Die Forderung der USA kam bei den intensiven Verhandlungen am vergangenen Wochenende in Islamabad auf den Tisch. Die amerikanische Delegation verlangte nicht nur ein Moratorium von mindestens 20 Jahren, sondern auch weitere strenge Auflagen. Dazu gehörte unter anderem die Entfernung allen hochangereicherten Urans aus dem Iran.
Die Trump-Regierung sieht in der heimischen Urananreicherung einen direkten Weg zu einer iranischen Atombombe. Präsident Donald Trump hat wiederholt klargestellt, dass der Iran unter keinen Umständen die Fähigkeit erhalten dürfe, eine Kernwaffe zu entwickeln. Frühere Positionen der USA gingen sogar auf einen dauerhaften Verzicht auf jegliche Anreicherung hinaus. Die nun vorgeschlagene 20-jährige Frist gilt daher als eine gewisse Flexibilität Washingtons.
Der Iran kontert mit Vorschlag zu kürzerer Frist
Die iranische Seite reagierte ablehnend. Statt 20 Jahren schlug Teheran eine Frist im einstelligen Jahresbereich vor. Zudem zeigte sich der Iran bereit, hochangereichertes Uran unter Aufsicht herunterzumischen, wollte es aber nicht vollständig aus dem Land schaffen. Diese Gegenpositionen machten eine Einigung unmöglich. Die Verhandlungen brachen nach mehr als 20 Stunden ohne Ergebnis ab.
Beide Seiten warfen einander überzogene Forderungen vor. Während die USA von fehlendem Willen Teherans sprachen, ein Atomwaffenprogramm auszuschließen, kritisierte der Iran die amerikanischen Bedingungen als unvernünftig und übertrieben.
Hintergrund der aktuellen Krise
Die Verhandlungen in Pakistan fanden vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands statt, der nach militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran vereinbart wurde. Präsident Trump hatte den Konflikt unter anderem mit dem Ziel begonnen, das iranische Atomprogramm dauerhaft zu stoppen.
Ein zentraler Streitpunkt bleibt das Recht auf Urananreicherung. Der Iran beharrt darauf, zivile Kernenergie nutzen zu dürfen. Die USA und ihre Verbündeten fürchten hingegen eine militärische Nutzung. Zusätzlich spielen Themen wie die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus und die Unterstützung regionaler Milizen durch Teheran eine Rolle.
Nächste Schritte unklar
Derzeit ist offen, ob und wann neue Gespräche aufgenommen werden. Die USA haben deutlich gemacht, dass sie an ihren Kernforderungen festhalten. Der Iran wiederum signalisiert keine Bereitschaft, sein Atomprogramm vollständig aufzugeben. Beobachter befürchten, dass ohne Kompromiss die Spannungen in der Region weiter zunehmen könnten. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob diplomatische Vermittler einen neuen Anlauf ermöglichen oder ob die Lage erneut eskaliert.


Comments
Was sollten die USA für ein…
Was sollten die USA für ein Interesse haben, dies zu fordern? Noch dazu, wo sie dadurch Gefahr laufen, den Erfolg der Verhandlungen zu sabotieren.
Könnte es sein, daß Israel hinter dieser Forderung steht und auch gar keinen Erfolg der Verhandlungen will?
Mit welchem Recht ....
"Die USA fordern vom Iran einen 20-jährigen Stopp der Urananreicherung"
Mit welchem Recht fordern das die USA, die selbst völlig ungehindert Atomwaffen und die Atombombe besitzen (dürfen) ebenso wie Israel und andere Länder?? Und keiner hat bei denen etwas dagegen?! Diese Länder und auch andere können sich dieses Recht einfach herausnehmen. Der Iran aber, ein eigenständiger, souveräner und selbstbestimmter Staat soll sich Urananreicherungen von den USA verbieten lassen?? Das wird er jetzt definitiv nicht tun. Diese Möglichkeit der Bevormundung haben sich die USA mit ihrem Angriffskrieg auf den Iran und insbesondere mit der Tötung des obersten religiösen Führers des Mullah-Regimes definitiv selbst verscherzt!
Wolodja21La@web.de
Warum die USA im Krieg gegen den Iran scheitern wird, damit beschäftigt sich der Islam-Experte Michael Lüders:
Der Ritter der Kokosnuss:
Diesen Beitrag ....
Diesen Beitrag "Ritter der Kokosnuss" von/mit Michael Lüders sollte sich jeder anhören - vor allem die, die immer noch voll auf Trumps Seite stehen und komplett gegen den Iran eingestellt sind.
Besten Dank dafür!
... „Für mindestens 20 Jahre…
... „Für mindestens 20 Jahre soll der Iran auf die Anreicherung von Uran verzichten. Der Iran will sich auf die Forderung der Amerikaner nicht einlassen.“ ...
Ja mei: „Iran, Uran und die Anreicherung“: https://www.youtube.com/watch?v=DcbaGYGPS8Y
TRUMP entwickelt sich zum…
TRUMP entwickelt sich zum neuen NERO:
Konflikt mit Trump: Vance rät dem Papst, sich auf moralische Fragen zu konzentrieren
Fromme Lügen
Die Urananreicherung, das Mullahregime, usw. sind nur vorgeschoben. Der Iran täte gut daran sich vor Augen zu führen, um was es den USA und Israel wirklich geht: Die irreversible Zerstörung der iranischen Staatlichkeit - mit welchen Mitteln auch immer. Alles andere ist nur verschlagenes, verlogenes Taktieren. Aus dem Iran soll auf Teufel komm raus ein zweites Libyen gemacht werden. Kein mächtiger Gegenspieler mehr für Israel und der geostrategische Sperrriegel vor China, den der Iran darstellt, ist dann auch obsolet und die Amis können noch ein paar schöne Militärbasen direkt vor die chinesische Haustüre platzieren. Alles klar?
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