Mit der Bearbeitung um 30.000 Fälle im Rückstand

Deutsche Behörden kommen bei der Bekämpfung von Geldwäsche nicht hinterher

Nach Informationen des Handelsblattes seien die deutschen Behörden mit der Bearbeitung um rund 30.000 Fälle im Rückstand. Monatlich kämen mehr als 5.000 weitere Fälle hinzu. Es herrsche Chaos und Zettelwirtschaft.

Wie das Handelsblatt berichtete, sind die deutschen Behörden mit der Bekämpfung der Geldwäsche völlig überfordert. Die Behörden seien mit der Bearbeitung um rund 30.000 Fälle im Rückstand. Monatlich kämen mehr als 5000 weitere Fälle hinzu. Es herrsche Chaos und Zettelwirtschaft.

Die schriftliche Erklärung der Vorsitzenden des Bundestagsfinanzausschusses »wimmelte nur so von verklausulierten Entschuldigungen und Eingeständnissen«, heißt es im Handelsblatt.

Bei der Bearbeitung der Fälle gebe es technische und organisatorische Probleme. Es fehle an ausreichnder Bürotechnik und vielen anderen Dingen. Auch personell sei man schwach aufgestellt.

Auch der MDR hatte bereits über die »Financial Intelligence Unit« der Behörden und ihren Problemen berichtet. Das Thüringer Landeskriminalamt habe dieser neuen Einheit ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt, wie aus einem internen Beschwerde-Brief hervorgeht, heißt es beim MDR.

Wie auf deutscher Ebene, so sieht es auch auf europäischer Ebene schlecht aus: Auch die EZB-Bankenaufseherin beklagt Lücken bei der Geldwäsche-Bekämpfung.

Sven von Storch

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