Siehe YouTube-Video mit Douglas Macgregor HIER
In einem Interview-Gespräch mit Glenn Diesen schätzt der langjährige Militär-Experte und Regierungs-Berater Col. Douglas Macgregor die Lage im Israel/USA-Iran-Krieg ein.
Die iranische Widerstandsfähigkeit, die begrenzten US-Militärreserven und die geopolitische Komplexität lassen aus seiner Sicht eine schnelle Lösung unwahrscheinlich erscheinen. Die gegenwärtige Lage signalisiert eine Veränderung der globalen Machtverhältnisse und das Ende der amerikanischen Dominanz im Nahen Osten. Ein möglicher Ausweg könnte über Vermittlungen, insbesondere durch neutrale Akteure wie Indien, erfolgen – doch derzeit fehlt eine klare Strategie und politische Einigkeit in Washington.
Kriegsausgang und Dauer: Es könnte ein langer Krieg werden
Macgregor prognostiziert einen langwierigen Krieg, der nicht mit einem schnellen Sieg enden wird. Die iranische Führung beweist eine starke Einheit und Mobilisierung, trotz des Todes des Obersten Führers Khamenei.
Aktuell sei die militärische Lage folgendermaßen:
Die iranischen Raketen sind technologisch fortgeschrittener als erwartet, mit Mehrfachsprengköpfen und Täuschkörpern. Die US-amerikanischen und israelische Luftabwehrsysteme (z.B. Iron Dome) seien teilweise ineffektiv, konstatiert Macgregor.
Ein Problem sei, dass die US-Munitionsvorräte durch die Unterstützung der Ukraine bereits stark beansprucht sind, was die Fähigkeit zur Dauerverteidigung einschränkt. Die Zerstörung von Nachschubbasen zwingt die USA, ihre Logistik erheblich zu verlagern (z.B. nach Indien und Italien).
Die wirtschaftliche Folgen werden weltweit spürbar sein
Die Ölpreise steigen deutlich, was weltweit wirtschaftliche Belastungen nach sich zieht, z.B. durch starke Mehrkosten für Länder wie Indien. Wichtige Wirtschaftsstandorte und Infrastruktur im Nahen Osten sind massiv betroffen, was die globale Versorgung gefährdet.
Geopolitische Dynamik: Krieg kann sich über den ganzen Nahen Osten ausbreiten
Der Konflikt hat das Potenzial, sich über den Nahen Osten hinaus auszubreiten und globale Machtverschiebungen zu beschleunigen.
China und Russland haben ein strategisches Interesse daran, den Iran zu unterstützen. Ein direktes Eingreifen ist nicht ausgeschlossen, sollte Israel eine nukleare Eskalation anstreben.
Die USA verlieren an Glaubwürdigkeit und Einfluss in der Region; der Rückzug aus dem Nahen Osten wird wahrscheinlicher, besonders angesichts wachsender anti-amerikanischer Stimmungen in Ländern wie Irak und den Golfstaaten. Europa zeigt sich zurückhaltend und skeptisch gegenüber einer direkten militärischen Beteiligung.
Politische und strategische Bewertung von Macgregor:
Douglas Macgregor kritisiert die fehlende klare US-Strategie, die sich in widersprüchlichen Aktionen und unklaren Zielen widerspiegelt. Israel beeinflusst die US-Politik stark, was die Konfliktdynamik verschärft.
Der Konflikt spiegelt einen Wandel in der globalen Ordnung wider: Das Ende der amerikanischen Dominanz und den Aufstieg neuer Machtzentren, insbesondere in Asien. Der Iran wird von Macgregor nicht als radikaler islamischer Staat, sondern als zivilisatorischer Staat mit jahrtausendealter Kultur beschrieben, was die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung erklärt. Die Ermordung von Khamenei habe den Iran intern eher geeint als gespalten, findet Macgregor.


Kommentare
... „Die gegenwärtige Lage…
... „Die gegenwärtige Lage signalisiert eine Veränderung der globalen Machtverhältnisse und das Ende der amerikanischen Dominanz im Nahen Osten.“ ...
Tanzte dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich nicht auch deshalb beim Donald an? https://rtde.team/meinung/271972-merz-bei-trump-erinnert-an-scholz-bei-biden/
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