Gerüchte über chinesische Militärhilfe an Venezuela unter neuer Interimsführung

China will Raketen und Luftabwehrsysteme nach Venezuela liefern, um eigene Öltanker zu sichern

Unbestätigte Berichte gehen davon aus, dass China Waffenlieferungen in Form von Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen plant, um chinesische Öltanker vor möglichen US-Interventionen zu schützen.

Xi Jinping und chinesische Waffen


Delcy Rodríguez hat kürzlich als Interimspräsidentin Venezuelas die Macht übernommen. Dies geschah nach der dramatischen Gefangennahme des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte. 

Gleichzeitig kursieren Berichte über eine mögliche militärische Unterstützung Chinas für Venezuela. Diese sollen den Schutz chinesischer Öltanker umfassen. Die Meldungen basieren größtenteils auf sozialen Medien und haben bisher keine offizielle Bestätigung durch unabhängige Quellen erhalten.

Die Amtsübernahme von Delcy Rodríguez

Die Ex-Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez wurde am 5. Januar 2026 als Interimspräsidentin Venezuelas vereidigt. Dies erfolgte in einer Sondersitzung des Parlaments in Caracas. Die Zeremonie markierte das Ende der Ära Maduro, der zuvor von US-Truppen in einer nächtlichen Operation festgenommen worden war. Laut der venezolanischen Verfassung soll sie das Amt innehaben, bis Neuwahlen organisiert werden können. Internationale Beobachter sehen in ihr eine harte Linie gegen die USA, da sie in der Vergangenheit enge Beziehungen zu Maduro pflegte, sozusagen Teil des alten Regimes ist und Sanktionen der Trump-Administration kritisierte [siehe Bericht "DW"]. 

Rodríguez stammt aus einer politisch einflussreichen Familie und hat sich als loyale Verbündete des Chavismus etabliert. Ihre Ernennung hat zu gemischten Reaktionen geführt. Während Unterstützer Stabilität erhoffen, warnen Kritiker vor einer Fortsetzung autoritärer Politik.

Berichte über chinesische Waffenlieferungen

In den letzten Tagen haben sich auf Plattformen wie X Meldungen verbreitet, wonach China Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen nach Venezuela transferieren wolle. Der Zweck soll der Schutz chinesischer Öltanker vor US-Interventionen sein. Diese Gerüchte tauchten erstmals am 6. Januar 2026 auf und wurden von mehreren Accounts geteilt, die oft geopolitische Themen behandeln. Die Posts beschreiben eine Vorbereitung Chinas auf militärische Eskorten, um den Transport von Rohöl aus Venezuela zu sichern. 

Bisher fehlen jedoch konkrete Beweise oder offizielle Erklärungen aus Peking oder Caracas. Experten halten es für möglich, dass solche Berichte Teil einer Desinformationskampagne sind, da sie auf identischen Formulierungen basieren und sich viral ausbreiten. China hat in der Vergangenheit Venezuela mit militärischer Ausrüstung unterstützt, darunter Radarsysteme, die jedoch in jüngsten Konflikten versagt haben sollen. Eine Eskalation durch neue Waffenlieferungen könnte die Spannungen mit den USA weiter anheizen.

Der Kontext der Öl-Exporte und US-Blockade

Venezuela ist ein wichtiger Lieferant von Rohöl für China, das den Großteil der Exporte aufnimmt. Bereits im Dezember 2025 hatte Maduro die Marine angewiesen, Schiffe zu eskortieren, um eine von Präsident Trump angekündigte Blockade zu umgehen [siehe Bericht "New York Times"]. 

US-Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen mehrere Tanker abgefangen, darunter ein russisch-flaggendes Schiff im Atlantik. China verurteilte die US-Aktionen scharf und betonte seine wirtschaftlichen Interessen in der Region. Die jüngste Militäroperation der USA, die zur Gefangennahme Maduros führte, hat die venezolanische Luftverteidigung überwältigt, einschließlich chinesischer und russischer Systeme. 

Unter Rodríguez könnte Venezuela nun enger mit China kooperieren, um die Ölversorgung aufrechtzuerhalten. Dies würde die geopolitische Lage in Lateinamerika weiter komplizieren.

Internationale Reaktionen und mögliche Implikationen

Die USA haben Rodríguez gewarnt, dass weitere Provokationen Konsequenzen haben könnten. Russland und Iran, traditionelle Verbündete Venezuelas, haben ebenfalls protestiert, ohne jedoch konkrete Hilfen anzukündigen. Sollten die Gerüchte über chinesische Waffen zutreffen, könnte dies zu einer direkten Konfrontation mit den USA führen. 

Analysten sehen in der Situation eine Demütigung für China und Russland, deren Technologie in der Maduro-Operation versagte. Für Venezuela bedeutet die Übergangsphase unter Rodríguez eine Chance auf Wahlen, birgt aber Risiken einer Eskalation. Die Weltgemeinschaft beobachtet die Entwicklungen genau, da sie Auswirkungen auf globale Energiemärkte haben könnten.

Sven von Storch

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Comments

Nachdem die Venezuelaner den Diebstahl ihrer Bodenschätze durch US-Unternehmen vor ca. 3 Dekaden beendet haben, hat jede US-Regierung bis dato versucht, durch Putsche & Sanktionen sich wieder den Zugriff auf diese Bodenschätze zu verschaffen. Nachdem das Pro-Kopf-Einkommen der Venezuelaner durch die Sanktionen in Trumps erster Amtsperiode um 65% gesenkt werden konnte & Trump den Briten befahl, die Venezuelanischen Rücklagen in Form von in London lagerndem Gold zu stehlen, erwogen die Strategen in Washington, daß Venezuela nun schwach genug sei, um zum nächsten Schritt zu gehen. Das Versenken von ca. 80 Fischerbooten & das Stehlen von Chinesischen und Russischen Öltankern in internationalen Gewässern hat jetzt sein Sahnehäubchen bekommen durch das Kidnapping des Präsidenten eines souveränen Staates. Nun schreibt Trump auf Truth Social, daß er 30-50 Millionen Barrel Venezuelanisches Öl stehlen möchte und er höchstpersönlich das Geld verwalten möchte. Das Kentern der Fischerboote ist ein Kriegsverbrechen, das Stehlen der Tanker ist Piraterie und das Kidnapping eines Präsidenten stellt eine Kriegshandlung dar. Nun ist das aber per US-Verfassung eine Sache des Kongresses, Kriege zu führen. Ich kann Trumps rechtswidrige Handlungen verstehen, da die Ölkonzerne seinen Wahlkampf finanziert haben. Die Pro-Kopf-Verschuldung der USA liegt aktuell bei 113.000$. Die Pro-Kopf-Verschuldung pro US-Steuerzahler liegt derzeit bei 356.000$. Trump muß aktuell alleine für die Zinsen über eine Billion $ pro Jahr an die Banken bezahlen. Da ist der Raub von Bodenschätzen in Venezuela, Grönland und vielleicht auch noch woanders, eine sehr kreative Idee. Es entspricht halt nicht ganz dem, was der Herr Jesus uns befohlen hat: "Liebe Deinen Nachbarn wie dich selbst".

Ekkehardt Fritz Beyer

08.01.2026 | 11:44

... „Unbestätigte Berichte gehen davon aus, dass China Waffenlieferungen in Form von Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen plant, um chinesische Öltanker vor möglichen US-Interventionen zu schützen.“ ...

Ja mei: https://www.google.com/search?q=warum+sich+china+vor+den+usa+sch%C3%BCtzen+muss&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=warum+sich+china+vor+den+usa+sch%C3%BCtzen+muss&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIHCAEQIRigA…

"China will Raketen und Luftabwehrsysteme nach Venezuela liefern, um eigene Öltanker zu sichern"

Das ist nun die Konsequenz nach Trumps befohlenen und erfolgten militärischen Überfall auf Venezuela. Er hat damit möglicherweise eine direkte Konfrontation mit China, das Öllieferverträge mit Venezuela hatte, heraufbeschworen. Von kluger Überlegung, Verstand und Weitsicht kann man bei Trumps Aktionen wohl nicht mehr sprechen. Dabei wollte er einmal der Friedenspräsident sein oder werden. Und nun macht er es wie alle seine Amtsvorgänger, die ebenso aggressiv, brutal und mörderisch gegen andere Länder vorgegangen sind, um diese ausrauben und beherrschen zu können. Mit dem Raketenangriff auf den Iran hatte Trump dieses, sein gleiches aggressives Vorgehen bereits eingeläutet. Und nun riskiert er eine offene kriegerische Auseinandersetzung mit China. Einem militärischen Giganten, der sich von den Amerikanern sicher nichts gefallen lassen wird. 

 

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