Auf ganz Rügen und in Stralsund: Widerstand gegen Habeckes LNG-Pläne

Bürgermeister von Rügen und Stralsund gegen Habecks LNG-Pläne

Statt günstiges Erdgas via Pipeline aus Russland zu beziehen, plant Habeck zahlreiche LNG-Terminals für schmutziges und teures Flüssiggas aus US-Fracking. Vielerorts wächst der Widerstand. So auch auf Rügen und in Stralsund, wo LNG-Terminals gebaut werden sollen.

Statt sauberes und günstiges Erdgas via Pipeline aus Russland zu beziehen, plant Habeck zahlreiche LNG-Terminals für schmutziges und teures Flüssiggas aus US-Fracking, dass per Schiff transportiert werden muss.

Vielerorts wächst der Widerstand. Es wird eine nachhaltige Beschädigung von Naturlandschaften und des Tourismus befürchtet. Besonders auf der Ostseeinsel Rügen und im gegenüberliegenden Stralsund wächst der Widerstand [siehe Bericht NZZ]. Selbst ein Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz konnte den Zorn der Bürger nicht beschwichtigen.

In einer gemeinsamen Presse-Erklärung der Bürgermeister der Insel Rügen und der Hansestadt Stralsund vom 28. April heißt es unter anderem:

»Die Position der Bürgermeister ist auch heute, drei Monate nachdem uns die Nachricht von dem Vorhaben der Politik erreicht hat, unverändert: Wir lehnen LNG-Terminals vor oder auf der Insel Rügen entschieden ab.

In den vergangenen Monaten hat sich viel auf und abseits der Insel getan. Wir freuen uns über den unerschütterlichen Zuspruch der Bürger Rügens und der Menschen der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Auch deren Position ist klar und eindeutig: Nein zu LNG-Terminals. Diesen Bürgerwillen werden wir ohne Einschränkung umsetzen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, uns gegen die LNG-Terminals zur Wehr zu setzen.

Eine intakte und zukunftsgerichtete Naturlandschaft sowie die Sicherung einer nachhaltig geführten Tourismuswirtschaft erlauben keine Industrieanlagen. Die Erwartungen an Rügen als Erholungs- und Sehnsuchtsort schließen LNG-Terminals kategorisch aus. Unser Anspruch, diesen Wunsch der Bevölkerung und unserer Gäste einzulösen, steht im krassen Widerspruch zu den Plänen der Politik.

Der kürzlich erfolgte Dialog mit der Bundesregierung und viele weitere Vorgänge haben uns eindrucksvoll veranschaulicht, mit welcher rigiden Vorgehensweise man versucht, das Projekt gegen unseren Willen zu erzwingen. Die Politik versucht, teilweise im Verborgenen, Fakten an uns vorbeizuschaffen. Dazu gehört unter anderem auch das gezielte Einsetzen von Desinformationen, um die Menschen zu verunsichern und unsere Position aufzuweichen. Die Versuche der Politik, die Menschen in die Irre zu führen, sind jedoch durchsichtig. Das Taktieren, um uns zu zermürben und zu spalten, treibt uns nur noch weiter an, beharrlich zu bleiben.«

Sven von Storch

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