Ehemann schwer verletzt, 20-jähriger Sohn tot

Anschlag auf Familie der US-Bundesrichterin, die den Fall Epstein bearbeitet

Der Täter klingelte als Postbote verkleidet. Als der Sohn die Tür öffnete, wurde er erschossen. Der Ehemann wurde schwer verletzt. Die Richterin hatte kürzlich die Betreuung einer Sammelklage gegen die Deutsche Bank übernommen, in der es auch um die Finanzaktivitäten von Jeffrey Epstein geht.

In den USA ist ein Mordanschlag auf die Familie der US-Bundesrichterin Esther Salas verübt worden [siehe Berichte »Welt«, »Spiegel«]. Der Täter klingelte als Postbote verkleidet an der Tür. Der 20-Jährige Sohn von Salas wurde durch das Herz erschossen. Der Ehemann wurde schwer verletzt. Die Richterin selbst konnte sich schützen und blieb unversehrt. Das FBI nahm sofort die Ermittlungen auf.

Das Motiv des Angriffs ist noch unklar. Nach Medienberichten habe sie hin und wieder Drohungen erhalten.

Nach Angaben der »New York Times« habe Salas erst vor einer Woche ein Verfahren übernommen, in dem eine Sammelklage von Investoren gegen die Deutsche Bank verhandelt wird. Die klagenden Investoren werfen der Deutschen Bank vor, Finanzaktivitäten von Hochrisikokunden nicht ausreichend überwacht zu haben. Dazu sollen auch jene des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zählen.


Doch die Ermittlungen gehen auch in eine andere Richtung: Ein Anwalt und bekennender »Antifeminist« wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er gilt als dringender Tatverdächtiger [»Spiegel«]. Nach Informationen der »New York Times« soll man bei ihm auch ein Paket gefunden haben, dass an die Richterin adressiert war.

Die Frage bleibt offen, ob alles so verlaufen ist, wie es derzeit scheint: Ebenso wie beim Fall von Jeffrey Epstein könnten auch falsche Fährten gelegt sein. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Sven von Storch

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