Ein Artikel in der »Washington Post« schürt Ängste vor einer pro-russischen Allianz in Deutschland. Ausgehend von der Friedensbewegung wird befürchtet, dass die AfD und Linke eine Querfront bilden könnten.
Dazu meint die »Washington Post« Dokumente aus Moskau zu kennen, in welchen der Kreml wohl plant, in Deutschland eine Querfront zu fördern, damit der Westen seine Unterstützung der Ukraine aufgibt. Denn Deutschland sei der Schlüssel, um die westliche Allianz, die die Ukraine unterstützt, auseinanderzutreiben [siehe Bericht »n-tv«].
Ob es in Moskau tatsächlich solche Pläne gibt oder nicht, können wir nicht nachprüfen, doch es hat mit der Realität der Friedensbewegung in Deutschland nichts zu tun.
AfD-Chef Tino Chrupalla weist den Bericht der »Washington Post« zurück. Von den angeblichen Plänen aus Moskau habe er »noch nie etwas gehört«, erklärte Chrupalla gegenüber dem Portal »T-Online«. Er sprach von einer »Räuberpistole, die der Diskreditierung der Friedensbewegung dient«.
Auch die Repräsentanten der Linken weisen eine Einmischung Moskaus, um eine Art Querfront zu bilden, weit von sich.
Doch die Intention der US-Medien und der deutschen Medien, die ebenfalls auf diesen Zug aufspringen, ist klar geworden: Es wird der Boden bereitet, um die Menschen in Deutschland, die sich parteiübergreifend für Frieden und für ein Ende des Krieges in der Ukraine einsetzen, zu denunzieren und zu diffamieren.
Die Menschen in Deutschland, die sich nach Frieden sehnen und einen Dritten Weltkrieg verhindern wollen, müssen sich darauf einstellen, von den Medien verstärkt als Putinversteher und fünfte Kolonne Moskaus beschimpft zu werden.


Add new comment