[Siehe Interview auf der Webseite von Tucker Carlson HIER]
[Siehe Interview auf X/Twitter HIER]
Der ehemalige FOX-News Moderator Tucker Carlson reiste nach Moskau, um den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, im Kreml zu treffen und zu interviewen.
Das Interview mit Wladimir Putin lief anders, als es Tucker Carlson vermutet hatte. Es dauerte zwei Stunden. Die meisten Zeit sprach Putin, der das Gespräch vollkommen im Griff hatte.
Die erste halbe Stunde klärte Putin über seine Sicht auf die russische Geschichte auf, anfangend beim »Kiewer Rus« und Fürstentum Moskau im Mittelalter. Er erklärte in langen Zügen, warum seiner Ansicht nach die Ukraine ein historisch elementarer Bestandteil Russlands sei.
Die Grenzen der heutigen Ukraine gehen auf die Zeit der Sowjetunion zurück. Insbesondere unter Stalin habe die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik als Teil der UdSSR ihre Form erhalten. Es wurden Gebiete hinzugefügt, die historisch nie zur Ukraine gehörten, sondern vorher zu Polen, Ungarn, Rumänien und Russland. Insofern sei die Ukraine ein völlig künstliches Gebilde.
Dann spricht Putin über das Ende der Sowjetunion. Russland habe beim Ende der Sowjetunion aktiv mitgeholfen. Es war auch als Zeichen an den Westen gedacht, in der Hoffnung auf eine neue Sicherheitsordnung in Europa.
Spannend ist, dass Wladimir Putin den SPD-Ost-Politiker Egon Bahr erwähnt, der unter Willy Brandt und Helmut Schmidt die Politik der Annäherung an den Osten mitgestaltete. Er solle nach der Wende gesagt haben, dass es wichtig sei, dass Russland und der Westen eine gemeinsame Ordnung gestalten, ansonsten werden die Grenze der NATO einfach nur weiter nach Osten geschoben und alles wäre wie bisher. Putin gesteht Egon Bahr zu, Recht behalten zu haben.
Bei einem Treffen mit Bill Clinton im Jahr 2000 fragte Putin den damaligen US-amerikanischen Präsidenten, ob die Russische Föderation der NATO beitreten könnte. Bill Clinton haben nach Rücksprache mit seinen Beratern erklärt, dass dies zu jener Zeit nicht möglich gewesen sei.
Putin glaubt, dass einer der Gründe, warum die USA Russland nicht in der NATO haben wollten, sei, dass sie mit Russland einen gleichberechtigten mächtigen Partner in der NATO hätten, mit dem sie sich einigen müssten. Mit den anderen NATO-Staaten haben die USA dieses Problem nicht. Denn da sind die USA führend in dem Sinne, dass die NATO-Mitglieder den Plänen und Wünschen der USA in der Regel folgen.
In Bezug auf die Ukraine verwies Putin darauf, dass der eigentliche Konflikt schon 2013/14 mit dem »Coup« auf dem Euromaidan begann. Der Westen, inklusive Staaten wie Deutschland, Frankreich und Polen und die USA, habe daran Anteil, dass die Ukraine sich von Russland abgewendet hat. Gleichzeitig hätten die militärischen Aktivitäten der Ukraine im Osten des Landes begonnen.
Als dann 2022 der Ukrainekrieg begann und die russischen Truppen auf Kiew zurückten, hatten die Regierung von Selenskij und Russland eigentlich eine Annäherung gefunden, die zu einer diplomatischen Verhandlungslösung geführt hatte. Aber der Einfluss aus dem Westen habe die Ukraine wieder dazu gebracht, weiterhin auf die Fortsetzung des Krieges zu setzen.
Auch zu der Sabotage auf die Nord-Stream-Pipelines äußerte sich Putin. Seiner Meinung nach sei es offensichtlich, dass die Amerikaner dahinter stecken. Die CIA habe als einzige Macht kein Alibi bei dieser Sache.


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