Freie Welt: Frau von Storch, steht die aktuellen Asylpolitik Ihrer Meinung im Widerspruch zur Corona-Politik und dem Merkel-Lockdown?
Beatrix von Storch: Natürlich. Das ist ja ganz offensichtlich. Während die Deutschen wegen Corona ihren Wohnort nicht verlassen dürfen, stehen die Grenzen für Asylmigranten offen wie Scheunentore. Trotz Corona sind 2020 mehr als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Während deutsche Bürger ihre Familie und Freunde nicht mehr besuchen dürfen, wenn sie in einer anderen Stadt oder 15 Kilometer entfernt leben, durchqueren junge Männer aus Afghanistan den gesamten Nahen Osten und kümmern sich dabei einen Kehricht um die Dublin-Verordnung oder Drittstaaten-Regelung.
Freie Welt: Um was für Asylsuchende handelt es sich überwiegend? Woher kommen sie?
Beatrix von Storch: Nun ja, die größte Zahl kommt aus Syrien, Afghanistan und der Türkei. Wir haben aber auch viele Asylbewerber aus Afrika. Die kommen sehr oft über Spanien und Italien nach Deutschland.
Freie Welt: Sind bestimmte Altersgruppen vorrangig erkennbar?
Beatrix von Storch: In der Tat. 73 Prozent der Asylantragsteller waren unter 30 Jahre alt, und 54 Prozent waren offiziell minderjährig. Inzwischen ist die Behauptung »Minderjähriger« zu sein der Schlüssel zum Zugang in die Bundesrepublik. Das ist im gewissen Sinne eine Form moralischer Erpressung. Denn wer würde es schon wagen, Kindern und Jugendlichen den Schutz zu verwehren? Dabei sind viele dieser angeblichen »Jugendlichen« in ihrer Heimat bereits verheiratet oder haben sogar selbst Kinder. Die Behörden sind bis heute oftmals nicht in der Lage, das wirkliche Geburtsdatum der Asylbewerber festzustellen.
Freie Welt: Warum kommen derzeit so viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland?
Beatrix von Storch: Weil deren Familien wissen, dass sie, wenn ihr Kind einmal in Deutschland ist, über den Familiennachzug bequem per Flugzeug folgen können.
Freie Welt: Und die Regierung setzt dieser Entwicklung kein Ende?
Beatrix von Storch: Im Gegenteil! Linke Ideologen, Pro-Asyl-Gruppen und die Presse trommeln trotz Corona unablässig dafür, die Begrenzungen für den Familiennachzug aufzuheben und die Schleusen möglichst ganz zu öffnen. Im Herbst hat der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen die Ausweitung des Familiennachzugs beschlossen. Mehr Menschen aus Nicht-EU-Staaten sollen die Möglichkeit bekommen, zu ihren Verwandten in die Bundesrepublik zu ziehen. Laut Presseberichten fordern Politiker der SPD die bestehenden Begrenzungen für »subsidiär schutzberechtigte Flüchtlinge« aufheben und ihnen zu erlauben, ihre Familien nachzuholen. Unter »subsidiär schutzberechtigt« fallen alle Asylbewerber und Flüchtlinge, die ab 2015 nach Deutschland gekommen sind. Das würde also hunderttausenden, wenn nicht Millionen Migranten erlauben, legal nach Deutschland einzureisen.
Freie Welt: Was kostet denn den deutschen Steuerzahlern so ein unbegleiteter »minderjähriger« Flüchtling?
Beatrix von Storch: An den Kosten hat sich seit dem Jahr 2015, dem Jahr von Merkels großer Grenzöffnung, nichts geändert. Die Kosten für die Unterbringung und Betreuung für einen unbegleiteten jugendlichen Flüchtling liegen zwischen 8000 und 9000 Euro im Monat. Also zwischen 96.000 Euro und 108.000 Euro im Jahr, pro Flüchtling.
Freie Welt: Davon können einheimische Familien mit Kindern und geringem Einkommen nur träumen.
Beatrix von Storch: In der Tat.
Freie Welt: Und was tun Sie mit der Initiative »Bürgerrecht Direkte Demokratie«, um die Bürger aufzuklären?
Beatrix von Storch: Die Mehrheit der Bürger bekommt von der Entwicklung überhaupt nichts mit. Deshalb müssen wir sie anschreiben und informieren, mit Briefen, Newslettern, Artikeln und Mitmachaktionen. So erhöhen wir den Druck auf die Politik im Superwahlkampfjahr 2021. Wir müssen die Politiker der Merkel-Regierung beobachten, die Bürger über die Hintergründe aufklären und den demokratischen Protest organisieren.
Freie Welt: Frau von Storch, wir danken für das Gespräch.
Interview mit Beatrix von Storch
Trotz Corona sind 2020 mehr als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen
Die Initiative »Bürgerrecht Direkte Demokratie« klärt die Bürger in einer Kampagne über die aktuelle Massenmigration nach Deutschland auf, die sich trotz aller Corona-Maßnahmen unvermindert fortsetzt.
Quelle
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