Sven von Storch im Christenschutz-Interview

Sven von Storch_ Wir brauchen einen funktionierenden Rechtsstaat – keine Gesinnungsrepublik

Die Geschehnisse in Afghanistan zeigen der Welt, was mit Christen geschieht, wenn der islamistische Terror regiert. Europa darf nicht zur Brandzone der islamistischen Gewalt werden, indem es dem Migrationsdruck aus Afghanistan nachgibt. Wenn wir nicht wollen, dass Christen zu Flüchtlingen im eigenen Land werden, müssen wir jetzt gegensteuern, mahnt Sven von Storch im Interview.

[Siehe auch Webseite der Initiative Christenschutz]

Initiative Christenschutz: Die Bilder aus Afghanistan haben die westliche Weltgemeinschaft nachhaltig erschüttert. Was bedeuten die Entwicklungen für Europa?

Sven von Storch: Die radikalen, islamischen Gotteskrieger haben in Afghanistan die Macht ergriffen und das Land ins totale Chaos gestürzt. Seitdem wird dort brutale Jagd auf Christen gemacht. Christen werden zur hilflosen Beute, egal ob Mann, Frau oder Kinder. Es sind fürchterliche Zustände, aber die westliche Welt sollte aus ihnen lernen. Mit dem fundamentalistischen Islam wird es keinen Frieden geben – und man darf ihm auf keinen Fall Raum in Europa geben. Da muss endlich eine Null Toleranz-Politik einziehen.

Initiative Christenschutz: Führende Vertreter aus Kirche, Politik und Gewerkschaften sprechen bereits von bedingungsloser Aufnahme der afghanischen Flüchtlinge nach dem Motto »Wir haben Platz«. Könnte es mit dem Zusammenbruch Afghanistans einen zweiten Herbst 2015 geben?

Sven von Storch: Diese Gefahr ist sehr real und deshalb müssen sich die Bürger kraftvoll dagegen wenden. Besonders Christen in Deutschland und Europa sind durch den radikalen Islam, der nach Westen drängt, einer konkreten Bedrohung ausgesetzt. Trotz der verheerenden Bilanz seit 2015, den enormen sozialen Verwerfungen und den immensen Kosten, zeigt sich die Regierung immer noch uneinsichtig. Weil sie unwillig ist, den immer stärker wachsenden Strom muslimischer Männer aufzuhalten, opfern Merkel, Maas und Co. uns Christen einer düsteren, ungewissen Zukunft. Für uns Christen wird dieses »Migrationsexperiment« in einer Katastrophe enden, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern.

Initiative Christenschutz: Wo sehen Sie die konkrete Bedrohung durch den radikalen Islam? Warum ist eine friedliche Koexistenz von Christen und Muslime oft so schwierig?

Sven von Storch: Weil Islam und Islamismus zwei Seiten derselben Medaille sind. Da gibt es keine wirkliche Trennschärfe, auch wenn uns Politiker das glauben machen wollen. Fest steht: Der Islamismus bringt Terror.

Zudem sind die Zahlen äußerst beunruhigend. Eine Umfrage des amerikanischen Forschungsinstituts Pew unter 1,6 Milliarden Muslime ergab, dass 99 Prozent der Afghanen die Scharia begrüßen. Breite Zustimmung finden auch Hinrichtungen von Konvertiten und Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken. Wenn wir den Import gewaltbereiter, radikaler Muslime nicht stoppen, werden wir nicht mehr öffentlich beten können. Wir werden unseren Glauben in der Öffentlichkeit verstecken müssen. Das Tragen des christlichen Kreuzes wird zur Mutprobe, es wird zum Risiko für Leib und Leben. In Teilen ist dies bereits in Deutschland Realität.

Initiative Christenschutz: Es ist unsere Christenpflicht, den Flüchtlingen zu helfen, sagt die Kirche. Was würden Sie entgegnen?

Sven von Storch: Es gibt nicht nur eine einzige mögliche Form der Hilfe. Mit ihrem moralischen Imperialismus, der nur den Schutz des Fremden gelten lässt, verraten die europäischen Regierungen und teilweise sogar die Kirchenführer die Gläubigen im eigenen Land. Sie fügen dem lebendigen Christentum schweren Schaden zu, von dem es sich vielleicht nie wieder erholen wird. Kein Staat dieser Erde kann sich das grenzenlose »Asylgeschenk« ohne Bedingungen leisten, wenn er auf Dauer seine Hilfsfähigkeit erhalten will. Deshalb muss die Regierung jetzt das richtige Signal nach Afghanistan aussenden: Hilfe ja, aber grenznah und vor Ort.

Der Staat muss Verantwortung für seine Bürger und besonders für die Christen übernehmen. Und die bedeutet in erster Linie: Schutz und die Bewahrung der inneren Sicherheit. Wer Verantwortung übernimmt, muss auch unbequeme Bilder aushalten können, wenn beispielsweise Menschen an der Grenze abgewiesen werden. Das Grundgesetz muss hier auch für Christen gelten. Wir wollen einen funktionierenden Rechtsstaat – und keine gängelnde, bevormundende Gesinnungsrepublik.

Initiative Christenschutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Sven von Storch

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