Es sind massive Vorwürfe: Die chinesische Regierung soll durch ihre Vertuschungspolitik Mitschuld an der schnellen Ausbreitung des Coronavirus haben. Zwar greifen seit circa zwei Wochen die Behörden massiv durch. Doch vorher schien man noch versucht haben., das Virus zu verharmlosen und Ärzte unter Druck zu setzen, damit sie ihren Mund halten [siehe Berichte »Focus«, »New York Times«].
Was ist genau geschehen? Verschiedene Ärzte hatten im Dezember den Ausbruch eines neuen Coronavirus (2019-nCoV) gemeldet. Doch die ersten Ärzte, die dies gemeldet hatten, wurden unter Druck gesetzt und zum Schweigen gebracht [siehe hierzu auch einen interessanten YouTube-Kommentar HIER].
Auch Medien und Bürger, die schon vor Wochen über das Virus online berichteten, wurden festgenommen und unter Druck gesetzt, über das Thema zu schweigen.
Das Problem: Über den Ausbruch eines neuen Virus darf solange nicht berichtet werden, bis die Regierung in Peking dafür grünes Licht gegeben hat. Doch die hat sich Zeit gelassen. Bis dahin blieben auch die Provinzregierung von Hubei und die Stadtregierung von Wuhan ruhig.
Noch am 18. Januar wurden in Wuhan, dem Epizentrum des Virusausbruchs, zur Einstimmung auf das kommende chinesische Neujahrsfest (das nach dem Mondkalender anders liegt als unser Neujahr) Potluck-Banketts mit insgesamt rund 40.000 Gästen abgehalten [siehe Bericht »Tagesspiegel«]. Andere Zeitungen berichten von rund 100.000 Gästen [»Wall Street Journal«]. Das bedeutet: Tausende Gäste haben von denselben Tischen gegessen und sich in denselben Räumen aufgehalten, und das, obwohl die Stadtbehörden und die Provinzregierung seit mehr als einem Monat vom Virus wussten!


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