Verhöhnung der Friedensbewegung

Mainstream-Medien wettern gegen Friedens-Demonstranten

Die Mainstream-Presse und der öffentlich-rechtliche Rundfunk schreiben negativ-kritisch gegen die Friedensbewegung an. Wichtiger als der Weltfrieden sei anscheinend, dass man sich nach rechts abgrenzt.

Bereits im Vorfeld war von der Mainstream-Presse und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten heftig gegen die angekündigte Friedensdemonstration, die von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiiert wurde, angeschrieben worden. Teilweise grenzte es an Hetze. Anstatt positiv hervorzuheben, dass sich immer mehr Menschen gegen den Krieg und für den Frieden engagieren, wurden die Friedensbewegten ins schlechte Licht gerückt.

Zum einen hieß es, die Friedensaktivisten seien »rechtsoffen«. Außerdem seien sie Putinversteher. Und sie würden der Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung absprechen. Sie würden die Verbrechen der russischen Armee und Putins Angriffskrieg verharmlosen und die Opfer des Krieges verhöhnen. Ständig war von der »umstrittenen« Demonstration die Rede.

So berichtet der »Spiegel« über die »Fragwürdigen Allianzen der Friedensbewegung«. Oder fragt in einem anderen Artikel-Titel: »Grenzt sich Wagenknecht nach rechts ab?«. Immerhin muss man dem »Spiegel« zugute halten, dass eine Autorin in ihrer Kolumne einen Artikel zur Verteidigung von Wagenknechts und Schwarzers Friedensbemühungen publizieren durfte. Ein Feigenblatt?

Die »Welt«, »Focus«, »FAZ« stimmten alle in den Chor der Kritiker mit ein. Sie sammelten Zitate von Kritikern und rückten die Friedensdemonstration in fragwürdiges Licht. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtete mit negativem Unterton.

Besonders fragwürdig ist der Vorwurf, die Demonstration sei »rechtsoffen« gewesen, weil auch AfD-Anhänger dort zusammen mit Linken demonstrierten. Dieser Ausschluss von AfD-Anhängern aus jeder politischen Bewegung ist höchst problematisch und anti-demokratisch, weil er einen Teil der Bevölkerung von der politischen Aktivität auszuschließen gedenkt. Unter dem Vorwurf der »Querfront« wird verhindert, dass sich eine breite Oppositions-Bewegung zur Regierungspolitik der Ampel bildet.

Doch beim Thema Krieg und Frieden sollte es egal sein, welcher Partei, Ideologie oder Religion die Menschen angehören. Der Wunsch nach Frieden ist universell. Wenn Menschen sich zusammentun, um gemeinsam diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen, dann ist das ein universelles Menschenrecht.  

Sven von Storch

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