[Siehe Video des SWR1 auf YouTube HIER]
Prof. Dr. Klaus Püschel und sein Team in Hamburg sind zurzeit die einzigen weltweit, die versuchen soweit wie möglich flächendeckend alle offiziellen Corona-Toten der Stadt zu obduzieren. Anfangs wurden alle obduziert, jetzt schaffen er und sein Team immerhin, rund 75 Prozent aller Corona-Toten zu obduzieren.
Die mit oder an COVID-19 Verstorbenen sind überwiegend überdurchschnittlich alt und haben teils schwere Vorerkrankungen wie Krebs oder schweren Immunerkrankungen.
Das Problem an der Corona-Toten-Statistik sei immer noch die fehlende Kausalität. Wenn jemand mit COVID-19 einen Herzinfarkt erleidet, dann ist die eigentliche Todesursache der Herzinfarkt, nicht COVID-19 oder die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Auch Hirnblutungen, Unfälle oder viele andere Todesursachen stehen nicht im Zusammenhang mit COVID-19, auch wenn die Toten mit dem Coronavirus infiziert waren.
Prof. Püschel hatte schon sehr früh das Robert-Koch-Institut kritisiert, weil es sich anfangs gegen Obduktionen ausgesprochen hatte. Als Begründung war die Gefahr durch Ansteckung angegeben worden.
Er betont: SARS-CoV-2 ist kein Killervirus. Die meisten Menschen überstehen das völlig schadensfrei, wobei man noch zu wenig über die Spätfolgen wisse. Die Mortalitätsrate liege deutlich unter einem Prozent. Die meisten anderen Viruserkrankungen seien wesentlich gefährlicher. Eine gewissen Gefahr bestehe im Zusammenhang mit Trombosen und Lungenembolien.
Zu den Maßnahmen erklärte Professor Püschel: Maßnahmen wie Abstandsregeln, Maskentragen, Vermeiden von feuchtfröhlichen Alkoholpartys seinen durchaus sinnvoll. Es solle aber keine Panik verbreitet werden. Wen gewissen Mindestregeln eingehalten werden, sei eine stabile Kontrolle möglich.
Klaus Püschel erklärte, dass für jedes Land die Lage einzeln bewertet werden müsse. Seine Einschätzungen gelten nur für die Lage in Deutschland.
[Siehe Video des SWR1 auf YouTube HIER]


Add new comment