KI-Antworten machen das Aufrufen der Webseiten überflüssig

KI zerstört Geschäftsmodell von Millionen Webseiten

Bei vielen Suchmaschinen zeigt die KI bereits eine Zusammenfassung des gesuchten Themas an. Das bedeutet: Millionen User gehen nicht mehr auf die entsprechenden Webseiten. Die »Content Creator« haben sich über Jahre ihr eigenes Gab geschaufelt.

Derzeit gibt es rund eine Milliarde Webseiten mit eigenen Domains im Internet. Davon werden rund 200 Millionen Webseiten aktiv betrieben und regelmäßig aktualisiert.

Bislang hat »Content« den »Traffic« generiert

Viele Webseiten sind »Content«-Webseiten. Das heißt, dass sie Wissen und Inhalte zu bestimmten Themen sammeln. Dazu gehören fast alle Informations-Webseiten.

Viele leben davon, dass die Internetbesucher auf ihre Seite kommen, um dort Informationen zu suchen. Gleichzeitig sehen diese Internetbesucher die auf der Seite geschaltete Werbung. Über diese Werbung generieren diese Webseiten Umsatz.

Seit den 1990er Jahren sind daher Millionen von Webseiten-Betreibern damit beschäftigt, bestimmten »Content« zu kreiieren, der die Besucher auf die Seite zieht. Seit den 2000ern wird dieser Content über SEO (Search Engine Optimization) den Algorithmen der Suchmaschinen angepasst.

Jetzt saugt die KI den »Content« ab und lässt die Webseiten ohne Besucher

Und nun? Jetzt haben Millionen Internet-Seiten-Betreiber über Jahre oder Jahrzehnte ihre Webseiten mit Inhalt gefüllt — und nun kommt die »Künstliche Intelligenz« und grast die Inhalte ab, so dass die User die Webseite nicht mehr besuchen müssen.

Das passiert nicht nur über KI-Agenten wie ChatGPT oder Grok, sondern vor allem die in die Google-Suche intergrierte KI (ebenso wie die KI-Suche bei BING von Microsoft).

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, sie sind sind Experte für Schmetterlinge. Sie haben Biologie studiert oder kennen sich aus anderen Grünen bei dem Thema hevorragend aus.

Bis in die 1990er konnten sie über ihr Experten-Wissen ein Buch schreiben und über dieses Buch Geld verdienen.

In den 2000ern konnten sie eine Webseite über Schmertterlinge machen und über den »Traffic« und die Werbung Geld verdienen.

Jetzt kommt die »Künstliche Intelligenz« und saugt ihr komplettes Wissen ab, ohne dass Sie dafür einen Penny bekommen. Auch wenn ihre Seite im KI-Auswurf als Beleg bzw. Quelle zitiert wird, werden nur wenige Nutzer direkt auf ihre Webseite kommen.

Urheberrechte gegen KI geltend machen?

Es ist schwierig, Urheberrechte für Informationen gegen die Betreiber von KI-Maschinen durchzusetzen. Hauptgrund ist, dass diese Inhalte »scrapen« oder in großen Datensätzen verarbeiten, ohne direkt auf die Webseite zu verweisen.

Kerngeschäft vieler Webseiten ist zerstört

Mit informativen Inhalten allein ist heute kein Geschäft zu machen. Die KI grast den Inhalt ab, ohne dass die Webseiten-Betreiber etwas davon haben.

Millionen Webseiten-Betreiber hatten Jahre darauf verwendet, ihre Seiten so zu gestalten, dass sie bei bestimmten Suchbegriffen ganz oben im Ranking der Suchergebnisse erscheint. Heute werden genau diese Webseiten inhaltlich am stärksten abgesaugt.

Sven von Storch

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