Interview der »Initiative Familienschutz«. Die Initiative »Initiative Familienschutz« setzt sich unter der Federführung von Sven von Storch für die Werte der klassischen Familie ein, die unter der rot-grünen Gender-Politik Schritt für Schritt zerstört werden.
Familien-Schutz: Herr von Storch, SPD und Grüne wollen das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz einführen. Was besagt das Gesetz konkret?
Sven von Storch: Im Kern geht es bei dem Gesetz darum, das eingetragene Geschlecht qua Entschluss wechseln zu können – und zwar durch einfachen Gang zum Standesamt. Aus einer Ehefrau kann dann ein Ehemann, aus einem Vater eine Mutter werden. SPD und Grüne tun so, als könne man das Natürliche, das Angeborene durch den reinen Willen verändern. Und das Perfideste daran: Schon Kinder ab 14 Jahren soll diese „Entscheidung“ zugemutet werden.
Familien-Schutz: Der irrsinnige Glaube, Geschlecht sei frei wählbar, wird hinter dem gefälligen Begriff „Selbstbestimmung“ versteckt.
Sven von Storch: Immer, wenn Politiker und Aktivisten die sogenannte Selbstbestimmung bemühen, sollten die Bürger aufmerken. Selbstbestimmung ist ein Euphemismus, hinter dem sich das Gesicht von Mißbrauch, Zerstörung und Tod verbirgt. Gestern war es für Frauen Selbstbestimmung, einen Beruf ihrer Wahl zu ergreifen und ein unabhängiges Leben zu führen. Heute soll es zur Selbstbestimmung der Frau gehören, ihr ungeborenes Kind zu töten. Die Barbarei, daß sich unsere Alten „selbstbestimmt“ von einem Arzt vergiften lassen können, wird uns als Dienst an der Menschheit und als tätiges Mitleid verkauft. Und nun soll es gar zum Selbstbestimmungsrecht von Kindern gehören, sich zu entscheiden, welcher Körper zu ihnen passt, ob sie lieber Junge oder Mädchen sein wollen.
Hier versucht sich, eine aggressive, perverse Kultur des Todes auf allen Ebenen des Lebens durchzusetzen. Diesem extremen Nihilismus ist nichts heilig, weder das Kindeswohl noch die menschliche Würde.
Familien-Schutz: Und er setzt sich zusammen mit staatlicher Repression durch. In manchen Ländern hat der politisch betriebene Gender-Agenda bereits bedrohliche Ausmaße angenommen.
Sven von Storch: Beispiele gibt es täglich mehr. In Kanada musste ein Vater in Haft, weil er sich weigerte, die Geschlechtsumwandlung seiner Tochter zu akzeptieren und sie weiterhin mit »sie« ansprach statt mit »er«. In Texas wollte eine Mutter ihren kleinen Sohn zur Geschlechtsumwandlung treiben, indem sie ihm Mädchenkleider anzog und ihn als Mädchen ansprach. Es ist nur der Hartnäckigkeit und Liebe des Vaters zu verdanken, daß es nicht zum Schlimmsten gekommen ist. Heute lebt der Junge wieder wie ein ganz normales Kind. Und in Europa verlieren Menschen ihre Arbeit, nur weil sie darauf bestehen, daß ein Mann ein Mann ist und eine Frau eine Frau.
Bis noch vor einem Jahrzehnt hat der Mainstream die Lebensentwürfe von Minderheiten mit liberaler Gelassenheit absorbiert. Heute sind es die Minderheiten, die den Mainstream dominieren wollen, obwohl sich ihr Bevölkerungsanteil im Promillebereich bewegt. Wenn sich der normale Bürger dafür verteidigen muss, daß er normal ist, lebt und denkt, wird das eine äußerst gefährliche Entwicklung in Gang setzen. Schlimmstenfalls entlädt sie sich mit blinder Gewalt und Zerstörung. Das Beispiel der blutigen Rassenunruhen in den USA sollte uns als Warnung dienen.
Familien-Schutz: Sie beschreiben eine schier aussichtslose Lage.
Sven von Storch: Nichts ist aussichtslos oder ohne Alternative. Die Bürger sollten sich von der scheinbaren Übermacht der Gender-Lobby nicht entmutigen lassen. Im richtigen Licht kann auch der Schatten eines Gartenzwergs riesenhaft aussehen. An die Politik adressiert: Vernunft und Augenmaß werden sich am Ende immer durchsetzen, auch wenn Vernunft und Augenmaß heutzutage in der zweiten und dritten Reihe sitzen. So ist auch bei dem Ungetüm „Selbstbestimmungsgesetz“.
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Novelle des Transsexuellengesetzes gefordert. Die CDU hat daraufhin einen Entwurf vorgelegt, der den Wechsel des eingetragenen Geschlechts von einem qualifizierten Gutachten abhängig macht. Nach ihrer grotesken „Selbstbestimmungslogik“ konnte die SPD diesen Vorschlag nur unter Gesichtsverlust akzeptieren mit der Folge: Das Gesetz ist vom Tisch und wird in dieser Legislatur auch nicht mehr angefaßt. Die Vernunft hat – zumindest für den Moment – gesiegt. Und das macht doch Hoffnung.
Familien-Schutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.


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