Die klimabewegten Studenten der »Students for Future«-Bewegung, einem studentischen Ableger der »Fridays for Future«-Bewegung, haben zur einer öffentlichen Veranstaltung an die Universität eingeladen.
Es geht um Klimaschutz und um CO2. »Bundesweite Public Climate School« und »Public Climate Days« heißt der Rahmen dieser Veranstaltung (#publicclimateschool). Das Wort »public« unterstreicht den öffentlichen Charakter.
Beatrix von Storch zeigt Interesse und will zuhören. Immerhin ist es eine öffentliche Veranstaltung in einer vom Steuerzahler finanzierten Institution. Sie kündigte ihren möglichen Besuch in einem Tweet an:
»Liebe @FFF_FU_Berlin, eure Einladung zum Besuch der #publicclimateschool nehme ich gerne an. Mich interessiert brennend, was Klimawandel mit Geschlechterverhältnissen zu tun hat und ob
Frauen und Männer unterschiedlich von den Folgen betroffen sind.«
Mainstream-Medien reagieren mit Stimmungsmache: Ist der Besuch einer öffentlichen Uni-Veranstaltung »Konfliktsuche«?
Eigentlich ist ganz normal, dass eine Politikerin und Bundestagsabgeordnete einer öffentlichen Universitätsveranstaltung zuhören möchte, wenn das Thema aktuell und politisch relevant ist.
Doch schon machen die Medien Stimmung gegen sie. Im »Tagesspiegel« wird ihr beispielsweise »Konfliktsuche« vorgeworfen. Dort wird gleich spekuliert, dass ihr Erscheinen vor Ort womöglich einen »Tumult« provozieren könnte.
Hier stellt sich grundsätzlich die Frage: Wie frei und wie öffentlich sind eigentlich die Veranstaltungen an den Universitäten? Wie frei sind Forschung und Lehre? Wir erinnern uns wie Hans-Georg Maaßen in seiner Redefreiheit eingeschränkt wurde oder wie Demonstranten immer wieder Bernd Lucke an der Durchführung seiner Vorlesung gehindert haben. Was ist daran frei, wenn öffentliche Diskussionen und Debatten mit allen Mitteln verhindert werden sollen und nur diejenigen reden oder – wie in diesem Fall – zuhören dürfen, die automatisch gleicher Meinung sind?
Normalerweise verhalten sich nur Sekten so: Wer etwas zu verbergen und zu verheimlichen hat, lädt alle aus. Wer wirklich an öffentlicher Debatte interessiert ist, lädt alle ein und partizipiert an der Vielfalt der Meinungsbeiträge.


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