Ein Gastbeitrag von Meinrad Müller

Ein Wunder ist geschehen_ Bundestag virenfrei

Das staunende Volk, welches vor 2000 Jahren so manches Wunder hautnah erleben durfte, traut seinen Augen nicht, wenn gleiches in diesen Tagen des Unheils erneut geschieht.

Das staunende Volk, welches vor 2000 Jahren so manches Wunder hautnah erleben durfte, traut seinen Augen nicht, wenn gleiches in diesen Tagen des Unheils erneut geschieht.

Nicht Kranke werden sich von deren Bahren erheben, vielmehr wird auf wunderliche Weise verfügt, dass der Gesundheitszustand mit dem heiligen Hallen betreten wurden, auch beim Verlassen der Bundespräsidentenwahl erhalten bleibt. Wer noch nie an Wunder glauben mochte, der wird in diesem Falle überkonfessionell und säkular von höheren Mächten zwangsläufig überzeugt.

Polizisten, lächerlicher kann das nicht sein, messen derzeit mit Meterstäben die Abstände zwischen Menschen, die sich zu einer Kundgebung auf einem Marktplatz versammeln. Ordnung muss sein, das "social distancing", das behördlich verordnete 1,5-Meter-Abstandsgebot, muss eingehalten werden, koste es was es wolle. Selbst dann, wenn der Staat, der dem Volke gehört, sich dabei so lächerlich benimmt wie in einem Theaterstück des Komödianten-Stadels.

Mit welchen "Hygienemaßnahmen" die Hausmeister des Deutschen Bundestages die bösen Viren vertrieben, das ist auch von "gut unterrichteten Stellen" nicht an die Presse durchgesickert. "Die Wissenschaft", auf die man sich derzeit so gerne beruft, kann dieses Wunder noch nicht erklären, weshalb hierbei nur göttlicher Glaube an die wunderliche Wirkung zur Stabilisierung des Gemüts weiterhelfen kann. Die große Halle im Verwaltungsgebäude neben dem Reichstag, dem Paul-Löbe-Haus, wird Platz bieten für 1.472 Personen. Damit auch alle in diese Räumlichkeit passen, werden Stuhlreihen aufgestellt, sodass ein Schulter an Schulter zwangsläufig sein wird. Husten und Niesen werden sicher verboten. Und das Singen des Deutschlandliedes, der Feierstunde ansonsten angemessen, fällt aus. Selbst die zweite bis zur dritten Strophe birgt Aerosolgefahr! Gott behüte!

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Es muss, so wird vermutet, eine auch für Viren gültige "Allgemeinverfügung" durch das Bundestagspräsidium ergangen sein, das per Gesetz die Keimfreiheit sichert. Diese bewundernswerte Machtfülle, selbst über kleinstes Getier, regt zur Phantasie an.

Warum ergeht der behördliche Segensspruch nicht über das gesamte Staatsgebiet, in dem wir so gut und gerne leben? Alle hier Lebenden, lebten hier dann noch lieber.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.