Früher sprach man allgemein vom ökologischen Fußabdruck. Heute spricht man vom CO2-Fußabdruck. Jeder soll dazu beitragen, seine Beitrag zum CO2-Ausstoß zu verringern. Überall gibt es neue Hinweise und Verhaltensregeln [siehe Bericht »Focus«].
Hinzu kommt der Pranger, an den die Bürger gestellt werden sollen, die viel CO2-Ausstoß verursachen. In Schweden gibt es Webseiten, auf denen sich die Bürger gegenseitig als CO2-Sünder denunzieren können. Und die Demonstranten der Fridays-for-Future-Bewegung und der Extinction-Rebellion-Bewegung tun ihr Bestes, um Urlauber zu beschämen oder Verbraucher an den Pranger zu stellen.
Überall in den Mainstream-Medien tauchen Kolumnen und journalistische Kommentare auf, die dazu auffordern, weniger Kinder zu bekommen. Das beste für das Klima sei, so die Meinung, gar keine Kinder mehr zu bekommen. In diesem Punkt gehen auch Abtreibungsbefürworter und Klimaaktivisten Hand in Hand.
Das Problematische ist: »Klimapolitik« ist zum Primat geworden. Andere Themen sollen sich unterordnen. Das hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Denn viele Vorschläge von den Grünen beispielsweise sind rein nach ideologischen Gesichtspunkten formuliert, ohne die wirtschaftlichen Konsequenzen auf Deutschland und Europa durchzurechnen. Das bekommt zurzeit die Autoindustrie zu spüren, die durch immer neue Grenzwerte, Fahrverbote, »Klimaziele« und E-Auto-Förderungen in Bedrängnis geraten ist.
Sogar die Bauern sollen sich »schlecht« fühlen, weil ihre Kühe eine negative CO2-Bilanz hätten. Wie weit soll das noch gehen?
Die Klimaideologie ist längst zu einer Art Ersatzreligion geworden. Ethisches und moralisches Verhalten wird am CO2-Ausstoß gemessen. Das hat Konsequenzen auf alle anderen Werte unserer Gesellschaft.


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