Interview der Initiative Familien-Schutz mit Sven von Storch

Die CDU macht sich zum Partner der kommunistischen Abtreibungspolitik

In Brüssel unternimmt der Frauenausschuss des EU-Parlaments erneut den Versuch, mittels einer Parlamentsentschließung ein »Menschenrecht auf Abtreibung« einzuführen. Zeit für den energischen Widerstand, sagt Sven von Storch im Interview.

Freie Welt

Initiative Familien-Schutz: Aus dem EU-Parlament sind derzeit wieder beunruhigende Entwicklungen für den Lebensschutz im Gange.

Sven von Storch: Leider. Das EU-Parlament versucht einmal mehr, die Tötung ungeborener Kinder zu einem Menschenrecht zu erklären. Ich sage „einmal mehr“, weil bereits 2014 ein solcher Versuch gestartet wurde unter der Berichterstatterin Edite Estrela. Dieser Versuch scheiterte glücklicherweise.
Jetzt unternimmt die FEMM (Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter, Anm. der Redaktion) einen neuen Anlauf. Dafür haben die lediglich den Berichterstatter ausgewechselt. Das ist jetzt der Abgeordnete Predrag Fred MATIĆ. Allerdings: Die Tarnbegriffe über die „sexuelle und reproduktive Gesundheit der Frauen“, um die es angeblich geht, das sind dieselben wie 2014 geblieben.

Initiative Familien-Schutz: Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass die FEMM mit ihrem Vorstoß eine Mehrheit im Parlament erzielt?

Sven von Storch: Es sieht in der Tat nicht gut für den Lebensschutz aus. Eine Mehrheit im Parlament ist dafür, mit dem Thema Abtreibung zugunsten der linken Gender-Ideologen abzuräumen. Das liegt auch daran, dass ausgerechnet die CDU/CSU-Fraktion in der Europäischen Volkspartei diesen Kurs aktiv unterstützt. In den Verhandlungen lassen sie sich ausgerechnet von Frances Fitzgerald vertreten. Frances Fitzgerald ist eine prominente irische Abtreibungsaktivistin.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Während sich die CDU in Deutschland ihren bürgerlichen Wählern als wertorientierte Partei zu verkaufen sucht, tragen deren Kollegen in Brüssel die menschenverachtende Pro-Abtreibungspolitik der Sozialisten, Grünen und Kommunisten mit wehenden Fahnen mit. Die agieren hier ausdrücklich als deren Partner. Solchen „Christdemokraten“ kann man wirklich gar nichts mehr glauben!

Initiative Familien-Schutz: In Deutschland wird dieses Jahr ein neuer Bundestag gewählt. Das gäbe zumindest den deutschen Wählern ein Druckmittel in die Hand.

Sven von Storch: So ist es und das sollten die bürgerlichen Wähler auch aktiv nutzen. Für die CDU/ CSU geht es in diesem Jahr um alles. Dass eine komfortable Mehrheitsregierung für die Union zustande kommt, ist überhaupt nicht sicher. Die werden jede Stimme an der Urne brauchen.

Unsere Aufgabe als Initiative Familien-Schutz ist es, aktiv Aufklärung bei den Bürgern zu betreiben und die Machenschaften der Brüsseler Christdemokraten noch vor dem heißen Wahlkampf schonungslos ans Licht zu zerren. Dann kann die bürgerliche Basis sich wirksam einhaken bzw. sich als ernstzunehmender Wählerblock in Stellung bringen. Als solcher muss er die CDU/ CSU festnageln: Ist sie bereit, dem Abtreibungsregime in Brüssel die Stirn zu bieten oder duckt sie sich feige weg? 2014 hat der Widerstand der bürgerlichen Bewegung schon einmal die Pro-Abtreibungsmaßnahme der EU abgeschmettert. Warum sollte er das dieses Mal nicht auch schaffen?

Initiative Familien-Schutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Sven von Storch

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