Initiative Christenschutz: Herr von Storch, seit mehr als einem Jahr ruft die Initiative Christenschutz öffentlich zum Protest gegen das Kirchenasyl auf und mobilisiert mit Petitionen und Briefen gegen diesen Missbrauch. Jetzt scheint endlich etwas Bewegung in das Thema zu geraten.
Sven von Storch: In der Tat, denn endlich fangen auch große, weitreichenstarke Medien wie BILD und andere kritisch über diesen systematischen Rechtsbruch durch Kirchenasyl zu berichten. Nachdem einige besonders krasse Fälle ans Licht kamen, die ein Schlaglicht auf das Rechtsverständnis einiger Pfarrer und Landesbischöfe werfen, reagieren sogar Politiker von Parteien, denen man gemeinhin unterstellen kann, keine weltanschaulichen Probleme mit illegaler Migration zu haben.
Zum Beispiel Christian Lange, Ex-Staatssekretär aus SPD-Reihen. Er trat mit einem offenen Brief an die Evangelische Landeskirche Berlin aus der Kirche aus. Der Grund für seine berechtigte Empörung war ein Berliner Pfarrer, der bis heute mit dem Segen von Landesbischof Christian Stäblein drei Somalis in einem Gemeindehaus versteckt hält, obwohl diese überhaupt kein Bleiberecht und Asylanspruch haben und zuvor sogar mehrmals von der Bundespolizei an der Grenze zurückgewiesen wurden. Doch dank der Kirche und der mit ihr verbündeten Asyllobby sind die drei Migranten nun in Deutschland und werden aller Voraussicht für immer bleiben.
Initiative Christenschutz: Können Sie dieses Zusammenspiel von Kirche und Asyllobby näher beschreiben?
Sven von Storch: Der Fall der drei zurückgewiesenen Somalis ging vor einigen Wochen groß durch die Presse und zeigt exemplarisch, was in diesem Land auf groteske Art und Weise schiefläuft.
Zwei somalische Männer und eine Frau versuchten mehrmals, über die polnische Grenze nach Deutschland zu gelangen. Immer wieder wurden sie von deutschen Grenzpolizisten zurückgewiesen. Laut Recherchen des Nachrichtenportals NIUS waren die drei Somalier keine zufälligen Migranten, sondern wurden gezielt von der NGO »Pro Asyl« rekrutiert. Diese verschaffte den »Flüchtlingen« zunächst Hotelzimmer im polnischen Slubice, statteten sie dort mit neuen Handys und frischer Kleidung aus und schickten die drei zurück an die Grenze.
Nachdem die Migranten von der Polizei erwartungsgemäß zurückgewiesen wurden, legten genau dafür bereitstehende Pro-Asyl-Anwälte binnen Stunden Klage ein. Während deutsche Bürger oft Jahre auf Gerichtsprozesse warten, lag der Fall der drei Somalier innerhalb weniger Tage fertig dem Berliner Verwaltungsgericht vor, wo ein Richter mit grünem Parteihintergrund die Zurückweisung an der Grenze für europarechtswidrig erklärte. Die unwürdigste Rolle von allen spielten dabei evangelische Kirchenfunktionäre: Damit die drei Somalis auf jeden Fall dauerhaft in Deutschland bleiben können, versteckten sie die »unerlaubt Eingereisten« umgehend in einem Berliner Pfarrhaus, um sie den Behörden zu entziehen.
Mir kann niemand erzählen, dass dies nicht das Ergebnis eines dichtverzweigten, hochvernetzten Anti-Abschiebe- und Asylkomplex aus linken Aktivisten, befangenen Juristen und Kirchenfunktionären ist, die wie Rädchen eines gut geölten Uhrwerks zusammenspielen. Wir sehen hier ein perfekt orchestriertes Asyl-Karussell, das den Rechtsstaat zur reinen Kulisse degradiert und seit 2015 jeden vernünftigen Versuch zur Migrationswende ausbremst.
Initiative Christenschutz: Aber wie kommt es, dass Migranten, die Unterschlupf in einer Pfarrei finden, am Ende in Deutschland bleiben können, ohne das Behörden oder Polizei dagegen vorgehen?
Sven von Storch: Zum einen herrscht ein deutlicher Unwille bei Behörden wie bei der Polizei, Kirchenasyle aufzulösen. Der jetzige Chef der Innenministerkonferenz Ulrich Mäurer (SPD) und Innensenator von Bremen versucht – das muss man anerkennen – etwas Gegenfeuer zu geben. So hat er mehrere Kirchenasyle stürmen lassen – zum großen Geschrei der Asyl-Profiteure und linken Open-Border-Ideologen.
Im Moment, das ist interessant, tobt auch ein Streit zwischen dem CDU-Oberbürgermeister Kai Wegner und Hamburgs OB Peter Tschentscher. Tschentscher wirft Wegner vor, durch die Unterbringung von vier Afghanen im Kirchenasyl deren Abschiebung aktiv zu behindern. Nach der Dublin-Verordnung ist Hamburg für deren Abschiebung nach Schweden zuständig und Berlin verhindert das. Ein SPD-Bürgermeister will abschieben und ein CDU-Bürgermeister sabotiert das. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen und zeigt eigentlich nur, zu welcher Irrenanstalt sich Deutschland durch die linksextreme, militante Asyllobby Deutschland hat machen lassen.
Fakt bleibt aber: Diese Asyllobby hat sich über viele Bereiche – Gewerkschaften, Parteien, Wohlfahrtsverbände und eben die Kirchen – zu einem riesigen Komplex von Abschiebeverhinderern ausgebreitet und arbeitet Hand in Hand. Wobei die Kirchen das einst als humanitäre Ausnahme gedachte Institut des Kirchenasyls zum Supermagnet für die illegale Massenmigration ausgebaut haben und den Vollzug rechtskräftiger Abschiebeurteile verhindert.
Initiative Christenschutz: Was können die Bürger dagegen tun?
Sven von Storch: Eine woke, linksideologische Lobby innerhalb der Kirchen maßt sich an, hoheitliches Recht auszuüben – ein beispielloser Machtanspruch, der die Gewaltenteilung, die Trennung von Staat und Kirche frontal untergräbt. Der massenhafte Mißbrauch des Kirchenasyls durch selbstherrliche »Open Border«-Ideologen kann und muss von den Landesinnenministern beendet werden. Und das werden Sie und ich mit dem Druck tausender Christen und rechtgläubiger Bürger von den Innenministern und der Bundesregierung einfordern.


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