Millionen Menschen aus dem Süd-Sudan auf der Flucht

UNHCR warnt vor neuer Flüchtlingswelle aus Afrika

Mehr als zweieinhalb Millionen Süd-Sudanesen haben bereits ihr Land verlassen. Das UNHCR warnt vor neuer Flüchtlingswelle. Armut und Bürgerkrieg sorgen für einen Massen-Exodus.

Freie Welt

Afrika bleibt ein Problemkontinent. Neue Flüchtingswellen stehen bevor. Die meisten Flüchtlinge, die zurzeit nach Europa strömen, kommen aus Somalia, Eritrea, Gambia, Nigeria und Mali. Doch eine besonders große Flüchtlingswelle deutet sich aus dem Süd-Sudan an.

Bürgerkriegszustände und Armut herrschen im Süd-Sudan. Auch nach der Abspaltung vom arabisch und islamisch geprägten Nord-Sudan kommt das Land nicht zur Ruhe. Stammeskonflikte veheeren weite Regionen. Millionen Süd-Sudanesen sind auf der Flucht. Wie das UNHCR mitteilte, sind bereits rund 2,5 Millionen Süd-Sudanesen in die Nachbarländer Uganda, Kenia, Nord-Sudan, Äthiopien, Kongo und Zentralfrika geflohen. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat ein Hilfsappell für das Krisengebiet gestartet. Allein in Uganda sind 1,4 Millionen Flüchtlinge angekommen. Die Lage sei schlimmer als damals in Ruanda. Es nicht auszuschließen, dass neue Flüchtlingswellen nach Europa schwappen.

Afrika hat derzeit rund eine Milliarde Einwohner. Bis 2050 werden es rund zwei Milliarden sein. Um 2100 werden es circa vier Milliarden werden. Kein Kontinent der Erde hat eine so schnell wachsende Bevölkerung wie Afrika. Rund ein Drittel des Kontinents ist Wüste und Wüstensteppe (Sahara, Kalahari, Namib) oder desertifikationsgefährdet (Sahel-Zone). Wassermangel dürfte in den nächsten Jahrzehnten in vielen Regionen zum größte Problem werden. Ressourcenmangel und Überbevölkerung tragen auch zu mehr Stammeskonflikten bei.

Sven von Storch

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