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Familien-Schutz: Herr von Storch, die Bundesfamilienministerium Anne Spiegel (Grüne) steht derzeit im Fokus der Medien. Von sich selbst sagte sie einmal, sie sei Feministin, wobei sie betonte, Frauenministerin zu sein. Familie kommt offenbar an zweiter oder erst dritter Stelle. Wie würden Sie so eine Geisteshaltung beschreiben?
Sven von Storch: Als Gender-Fanatismus. Wie sonst kann man das nennen, wenn Frau Spiegel als damalige Umweltministerin in Rheinland-Pfalz die Gender-Performance ihres Ministeriums wichtiger war als die Bürger vor einer tödlichen Jahrhundertflut zu warnen? Eine Frau mit dieser Geisteshaltung hätte niemals Bundesministerin werden dürfen. An der Personalie Spiegel können die Bürger zum wiederholten Male sehen, dass nicht Leistung und Können die Voraussetzung für hohe Ämter sind, sondern ob der Betreffende die richtige ideologische Einstellung hat.
Familien-Schutz: Vor der Politik einer solchen Familienministerin können die Familien eigentlich nur noch zittern…
Sven von Storch: Die Die radikal-feministische Agenda, die Spiegel durchsetzen will, ist brutal und rücksichtslos. Selbst in marxistisch-leninistischen Ostblockstaaten haben es die Kommunisten nicht gewagt, das Fundament der Familie so vollständig zu zerstören, wie Spiegel und ihre ideologischen Helfershelfer in der links-gelben Ampel-Koalition das jetzt vorhaben. Ehe, Elternschaft, Kindheit, Herkunft, Lebensschutz, Geschlechtszugehörigkeit – das alles wollen sie vollständig auflösen.
Familien-Schutz: Wie wollen sie das machen? Familie können selbst die Linksgelben ja nicht direkt verbieten.
Sven von Storch: Ich glaube, wenn die Ampel das könnte, würde sie es tun. Diese Leute glauben ja auch, dass sie das Weltklima, den Weltfrieden und die Weltgesundheit retten können. Warum sollten sie das gleiche nicht umgekehrt durch Verbieten hinkriegen? Aber mal im Ernst. Man muss ja kein Verbot erlassen, wenn man hofft, dass sich die Sache - also Ehe und Familie – mit entsprechenden staatlichen Eingriffen irgendwann von selbst erledigt. Und diese Eingriffe haben es in sich.
So werden Spiegel und ihr Kabinett das Elternrecht Stück für Stück aushöhlen, indem sie ein neues Rechtsgut erfinden und mit den Elternrechten konkurrieren lassen: die sogenannten Kinderrechte. Vorher hat man Kinder- und Elternrecht in eins gedacht, jetzt spalten die Neosozialisten diesen Rechtskomplex auf und übertragen ihn Schritt für Schritt auf den Staat. Je weniger die Eltern über Erziehung und Pflege ihrer Kinder bestimmen können, umso mehr verliert die Familie an Autonomie. Sie wird faktisch zum Eigentum des Staates.
Familien-Schutz: Das wäre ein schwerwiegender, grundstürzender Eingriff in das gesellschaftliche Gefüge.
Sven von Storch: Das ist er und deshalb muss das Ganze auch so elegant hinter dem netten Begriff »Kinderrechte« versteckt werden. Aber nicht nur auf die Elternrechte hat es das Gender-Kabinett abgesehen, die zerstückelt werden sollen. Es soll sämtlichen Wesenselementen der Familie so ergehen. Zum Beispiel die Exklusivität der Ehe: Diese soll sich in willkürlich zusammengewürfelte Verantwortungsgemeinschaften auflösen, die jeder mit jedem eingehen kann. Auch die Einheit von Vater und Mutter soll es nicht mehr geben. Die Gender-Ampel will sie durch ein Gefüge aus leiblicher Mutter, »Co-Mutter« und Samenspender-Besuchsonkel ersetzen – für den Anfang. Ist das erst geschafft, kann es noch unzählige weitere Konstellationen geben. Familie wie aus einem Legobaukasten, nannte es Birgit Kelle einmal treffend. Das entrechtete Kind setzen diese Gender-Kulturmarxisten dazwischen nach dem Motto: Wird schon irgendwo passen.
Schließlich soll auch die Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau sich in unendliche Ausdrucksformen des »Trans-Seins« zerfasern. Sogar Kinder sollen in diesen kriminell-ideologischen Irrsinn hineingezogen werden, indem die Politik ihnen suggeriert, das Geschlecht wäre etwas subjektiv Wählbares und beruhe allein auf freiem Willen. Dabei ist das alles nur Suggestion, ein Lügentheater, bei dem der Staat die Kulisse bereitstellt. Es ist eine Lüge und sie wird noch unendlich viel Leid und Konfliktpotential in die Familien tragen. Sie sehen, das Spalten ist die Lieblingsbeschäftigung dieser Regierung – und das meine ich nicht nur in Bezug auf das Abstammungs- und Familienrecht.
Familien-Schutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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