Sven von Storch im Interview mit der Initiative Familien-Schutz

Sven von Storch_ Im Bereich der Familie erwartet uns die Politik der Abrissbirne

Für Sven von Storch betritt mit der grünen Familienministerin Anne Spiegel eine Ideologin die Bühne der Bundespolitik. Sie wird in der Familienpolitik kein Stein mehr auf dem anderen lassen. Doch je größer die Gefahr, umso näher rückt das Rettende, ist Sven von Storch überzeugt.

Familien-Schutz: Herr von Storch, kann eine Politikerin, die sich selbst als Feministin bezeichnet, gute Voraussetzungen für ein Amt als Familienministerin mitbringen?

Sven von Storch: Die Antwort liegt schon in Ihrer Frage: Nein. Denn die Grüne Anne Spiegel, auf die Sie hier sicherlich anspielen, sagt damit über sich selbst, dass sie eine Ideologin ist. Ideologen, egal, ob von rechts oder links, haben noch nie gute politische Arbeit geliefert. Denn Ideologen neigen dazu, die Dinge so wahrzunehmen, wie sie sie gerne haben wollen und nicht so, wie sie sind. Und das Ergebnis sieht man ja bereits in der Eigenwahrnehmung der Regierung als »Fortschrittskoalition«. Es geht nicht um das Bewahren von Bewährtem, sondern um den Abbau gedienter Institutionen wie die Familie sie ist. Im Familienressort erwartet uns die Politik der Abrissbirne, mehr Fantasie haben die einfach nicht.

Familien-Schutz: Das wird Ministerin Spiegel selbstverständlich nicht sagen.

Sven von Storch: Eben. Deshalb wird Zerstörung auch in »Fortschritt« umgemünzt. Wobei das Ziel dieses Fortschritts unklar bleibt. Ein paar Einblicke in ihren Plan für Deutschlands Familien hat Frau Spiegel uns allerdings schon gewährt. Familie sind für sie alle möglichen Konstellationen, wo zufällig auch Kinder sind, ob nun als Alleinerziehende, als sogenannte Patchworkbeziehungen, gleichgeschlechtliche Paare und so weiter. Die normale Familie, wie sie immerhin noch zu über 90 Prozent in Deutschland vertreten ist, sind für Spiegel nunmehr eine Daseinsform unter vielen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Schutz für Ehe und Familie, wie er im Grundgesetz festgeschrieben ist, bald im Namen der Gender-Ideologie abgewickelt wird, wobei Frau Spiegel es sicherlich nicht abwarten kann, die Grabrede zu halten.

Familien-Schutz: Da hat Frau Spiegel hat ein schweres Stück Arbeit vor sich. Denn selbst nach 16 Merkel scheinen die Deutschen immer noch nicht genug von der Familie zu haben.

Sven von Storch: Die neue grüne Familienministerin agiert natürlich nicht als Solo-Aktivistin. Sie ist nur die Speerspitze der linksgelben Kulturrevolution gegen die normale Familie aus Mutter, Vater und Kindern. Grüne, FDP und SPD ziehen hier an einem Strang. Die FDP hat das bürgerliche Lager verraten und sich auf Gedeih und Verderb an Rotgrün gekettet. Schon in ihrem Wahlprogramm hat sich die FDP zur radikalen Gender-Ideologie bekannt. Dort haben sie „Verantwortungsgemeinschaften“ und die Legalisierung der Leihmutterschaft gefordert. Die Regierung wird im Bereich der Familie keinen Stein mehr auf dem anderen lassen.

Familien-Schutz: Das heißt…?

Sven von Storch: Wenn die alles durchgezogen haben, was sie wollen inklusive der Vernichtung des auf dem Naturrecht gegründeten Abstammungsrechts, dann werden alle noch verbliebenen ethischen Halteseile dieser Gesellschaft gesprengt werden. Man muss sich klar machen: Diese Ideologen mit Regierungsamt akzeptieren nicht, dass der Gründungsmoment der Familie die natürliche Verschmelzung eines Mannes und einer Frau ist – und damit prinzipiell unverfügbar für den menschlichen Willen. Deshalb wollen sie diesen Moment abschaffen, indem sie ihn durch einen Vertrag ersetzen und sagen: Dieser Vertrag kann sowohl zwischen zwei, drei oder mehr Personen geschlossen werden, egal, ob zwischen Mann und Mann, Frau und Frau oder irgendwas dazwischen. Da ist noch viel Luft nach oben und das werden die auch so durchziehen. Der elementare Schutz und die Rechte von Kindern spielen für diese Leute überhaupt keine Rolle mehr, sobald die »sexuelle Selbstbestimmung« von Erwachsenen ins Spiel kommt. Und das ist eigentlich die schlimmste Entwicklung unserer Zeit überhaupt, denn sie öffnet das Tor zum Missbrauch und der seelischen Misshandlung der verletzlichsten Bevölkerungsgruppe, die Kinder.

Familien-Schutz: Das klingt alles sehr düster. Wo sehen Sie den Ausweg?

Sven von Storch: Die meisten Menschen werden diesen kalkulierten Wahnsinn durchschauen und sie werden sich mit Grausen abwenden. Die konservativen Beharrungskräfte innerhalb der Gesellschaft sind immer noch sehr stark – und wenn es die Grünen in der Regierung mit ihrem Gender-Hype zu bunt treiben, dann wird das bei den Menschen einen Kipp-Effekt in die Gegenrichtung erzeugen. Auch die menschliche Psyche gehorcht zuweilen den Gesetzen der Physik und hier sehe ich das.

Natürlich darf man bei all dem auch nicht die CDU/ CSU vergessen. Die wissen, dass das Gender-Thema etwas ist, wo man noch gefahrlos seine bürgerliche Seite zeigen kann und auch muss. Denken Sie zum Beispiel an die Debatte um die grauenhafte genderneutrale Sprache. Ich denke, wenn es um solch dekadenten Blödsinn wie das Gesetz zur »freien Geschlechtswahl« und den Abbau des Lebensschutzes geht, wird die CDU/CSU die konservative Karte im Bundestag spielen  - wenn sie wieder irgendwann Regierungsverantwortung haben wollen.

Familien-Schutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.