Christenschutz: Herr von Storch, die Kirchen haben sich in ihren links-ideologischen Abriss ergeben. Nicht nur das, sie fördern diese Zerstörung sogar noch aktiv. Wer sind die Köpfe, die das betreiben?
Sven von Storch: Natürlich in erster Linie viele Bischöfe und die Leitungsebenen der katholischen wie evangelischen Kirche. Aber keine Person hat in jüngster Zeit das Spaltholz so tief hineingetrieben wie die Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Irme Stetter-Karp. Auf ihrer Agenda stehen der Kampf für Frauenquoten, Anbiederung an die LGBT-Ideologie und der totale Gender-Umbau. Und jetzt kommt auch noch Abtreibung hinzu.
Die Frau will, dass Abtreibung überall und flächendeckend angeboten wird. Selbst die Entscheidung der Regierung Scholz, Werbung für Abtreibung zu legalisieren, verteidigt diese »Katholikin«. Außerdem macht sie den ungeheuerlichen Vorschlag, darüber nachzudenken, alle angehenden Ärzte in der Tötungs»kunst« von Ungeborenen zu unterweisen.
Christenschutz: Von vielen wird die katholische Kirche noch als Bastion für den Lebensschutz betrachtet.
Sven von Storch: Mit dieser Vorstellung räumt die ZdK-Vorsitzende vor den Augen der Gläubigen gründlich auf. Nicht nur als Vertreterin der deutschen Katholiken ist Stetter-Karp untragbar geworden: Mit ihrer Pro-Abtreibungshaltung hat sie unveräußerliche Glaubensgrundsätze verraten und damit über 42 Millionen Christen brüskiert.
Grundsätzlich offenbaren Leute wie Stetter-Karp den systematischen Etikettenschwindel, der in der Kirchenführung immer mehr um sich greift. Und zieht damit immer von denen an, die dann als linkes U-Boot im friedlichen Gewässer der Kirche mitschwimmen. Das ist der schleichende Umbau, für den sich kulturmarxistisch Eingefärbte wie Stetter-Karp in der Kirche einsetzen.
Christenschutz: Können Sie das konkretisieren?
Sven von Storch: Irme Stetter-Karp ist zusammen mit Bischof Bätzing maßgeblich am »Synodalen Weg« beteiligt. Der »Synodale Weg« ist ein interdisziplinärer Zirkel, der die Sexualethik der Kirche im Sinne der Gender-Ideologie demontieren will. Wenn diese Clique fertig ist, wird die christliche Überlieferung, die Sozialethik wie auch die traditionelle Kirchenhierarchie ruiniert sein.
Stetter-Karps Arbeitsbiografie ist der Schlüssel, der sie als Exponentin des grünen Kulturmarxismus ausweist, der in der Kirche immer mehr um sich greift. So hat sie in der Vergangenheit als Mitbegründerin des Schwangerenberatungsvereins »Donum Vitae« maßgeblich daran mitgewirkt, daß Abtreibung unter katholischer Flagge massenhaft vollzogen werden konnte. Dieser Verein hat trotz des päpstlichen Verbots den gesetzlichen Freibrief für Abtreibungen ausgestellt. Später war Stetter-Karp »Gender-Beauftragte« der Caritas. Das sagt doch schon alles. »Quoten-Frauen« will die heutige ZdK-Vorsitzende natürlich auch in der katholischen Kirche sehen – um die Vorherrschaft der alten weißen Männer zu brechen. Wahrscheinlich haben wir in 5 Jahren eine Frau als Papst.
Christenschutz: Können die Gläubigen diese ideologische Unterwanderung aufhalten?
Sven von Storch: Sie tun es bereits mit dem letzten Mittel der Verzweiflung. Schauen Sie sich die Austrittszahlen an. Jedes Jahr brechen sie neue Rekorde. Die Gläubigen wenden sich ab von einer Kirche, die sie durch ihre sektierische Haltung abstößt statt die Gläubigen zu vereinen wie es die ureigene Aufgabe der Kirche ist. Am Ende ist wahres Christentum auf sich selbst zurückgeworfen. Nur von dort kann die Erneuerung geschehen.
Christenschutz: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.


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