Es werden große Entscheidungen getroffen, ohne eine ausreichende Daten-Basis zu haben, kritisiert Professor Ioannidis [siehe Bericht »Focus«]. John P. A. Ioannidis ist renommierter Gesundheitswissenschaftler und Statistiker. Er ist Professor an der Stanford University, forschte vorher an der Harvard University und Tufts University. Er ist zudem Mitglied der »National Academy of Medicine«.
Er kritisiert: »Berichtete Letalitätsraten, wie die offiziellen 3,4 Prozent von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bewirken Horror, und sind bedeutungslos.«
Außerdem erklärte er: »Wir brauchen bessere Informationen, um Entscheidungen und Aktionen von monumentaler Bedeutung zu lenken und deren Auswirkungen zu überwachen.«
Es würden seiner Meinung nach evidenzbasierte Zahlen fehlen. Die derzeit bekannten Zahlen zu Sars-CoV-2 seien unzuverlässig. Wegen der hohen Dunkelziffer bleibe die große Mehrheit der Infektionen verdeckt. Würde man diese kennen (durch breite Studien, um einen Querschnitt der Bevölkerung zu erfassen), wäre die Letalität wesentlich geringer, als es die jetzigen Zahlen andeuten, die derzeit in den Medien verbreitet werden.
Außerdem sei nicht abzuschätzen, welche unabsehbaren Langzeitfolgen die Lockdowns für Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit mit sich bringen.
Auf der anderen Seite warnt der US-Top-Virologe und Regierungsberater Athony Fauci vor 200.000 Toten in den USA, falls die Eindämmungs-Maßnahmen nicht funktionieren sollten. US-Präsident Donald Trump erklärte in einer Pressekonferenz, es sei ein Erfolg, wenn die Maßnahmen die Zahl der Toten auf 100.000 begrenzen könnten.
die große Mehrheit der Infektionen sei vermutlich nicht bekannt
die große Mehrheit der Infektionen sei vermutlich nicht bekannt
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