Wünsche Sie sich auch einen Diener im Haushalt, der alles macht und alle Fragen beantworten kann, weil er mit dem Internet verbunden ist? Stellen Sie sich vor, Sie brauchen einfach nur zu fragen:
»Alexa, wie stehen die Börsenkurse?«
»Alexa, wie wird das Wetter morgen?«
»Alexa, was sagen die Nachrichten?«
»Alexa, bitte stell die Heizung höher!«
»Alexa, bitte bestell auf Amazon das Buch...«
Wir brauchen keinen chinesischen Überwachungsstaat. Im Westen erledigen das die Konzerne. Je smarter die »Künstliche Intelligenz (KI)«, desto mehr Daten werden mit anderen Geräten ausgetauscht. Der Traum der mächtigen Tech-Konzerne: eine digital vernetzte Welt. Alles soll »smart« sein: smarte Autos, smarte Haushalte, smarte Alltagsgeräte, der smarte Verkehr, die smarte Stadt. Wir brauchen dann nur noch die Befehle in den Raum zu rufen, und die Technik erledigt für uns die Aufgaben.
Doch damit alles mit allem vernetzt sein kann, muss alles »Augen und Ohren« haben. Das ist natürlich das Ende jeder Privatsphäre, wenn jedes Gerät im Haushalt sie ausspionieren kann. Besonders wenn es Sprache aufzeichnen kann.
So ist es bei dem Sprachassistenten »Alexa«, dem Verkaufsschlager von Amazon. Mehr als 100 Millionen Geräte mit dem Sprachassistenten sind bereits verkauft worden.
Letzte Woche wurde bekannt, dass Amazon-Mitarbeiter die Spracheingaben der Benutzer analysieren [siehe Artikel »Bloomberg«, »Amazon Watchblog.de«, »FAZ«, »Welt-Online«]. Tausende Mitarbeiter höhren und analysieren, was die Leute sagen. Sie bekommen alles mit, von Hilfe-Schreien bis zu Konto-Daten.
Immer mehr Bürger sind entsetzt. Die rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin und Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, Anne Spiegel, fordert offiziell ein Ende dieser Spionage.
Doch Amazon ist nicht der einzige Konzern, der die Bürger ausspioniert [»Welt-Online«]. Viele tun es. Facebook sammelt sogar Daten von ehemaligen Nutzen, die ihren Account längst gelöscht haben. Privatsphäre gibt es nicht mehr.
Big Brother is watching you.


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