Christlicher Kinohit top, »Indiana Jones« floppt

Sound of Freedom bricht in den USA gerade alle Rekorde

Am 4. Juli, am Unabhängigkeitstag der USA, ist die unabhängig produzierte Biografie »Sound of Freedom« angelaufen. Und noch immer ist der Strom an Kinozuschauern ungebrochen. Der Film bricht alle Rekorde – und bringt linksliberale Medien zur Schnappatmung.

Die Geschichte hinter dem Film »Sound of Freedom«, produziert vom mexikanischen Schauspieler und Regisseur Eduardo Verastegui, gleicht einem Kampf Davids gegen Goliaths. Jahrelang hatte der gläubige Christ versucht, den Stoff bei den großen Filmstudios unterzubringen. Weil Verastegui jedoch obendrein noch Lebensschützer ist und Donald Trump nahesteht, galt er dem linksliberalen, regenbogenfreundlichen Hollywood wohl als zu toxisch. Als einer, mit dem man nicht redet.

Nur ein kleines christliches Fimstudio »Angel Studio« ausgerechnet in der Stadt der Engel (Los Angeles) nahm sich des Films an. Die Werbekampagne, die ausschließlich über konservative wie alternative Medien lief, wurde durch Spenden finanziert.

Verastegui selbst: »Ich habe die Türklinken von jedem Hollywood Studio geputzt, ich war bei Amazon, Netflix, überall. Drei Jahre lang erzählte man mir, dass niemand einen Film über Kinderhandel und Versklavung sehen wollte«, berichtet Tichys Einblick. Man erzählte dem Mexikaner, das Drehbuch passe nicht in die Zeit und beinhalte überdies keinerlei woke Elemente. Außerdem störe der Glaube des Hauptdarstellers an Gott – im Film ein verheirateter dreifacher Familienvater – den die Figur Ballards immer wieder anruft, um den Kampf gegen mächtige Drogenkartelle überhaupt führen zu können.

Der Film erzählt die Geschichte des Homeland Security Investigations-Agenten Tim Ballard, dargestellt von Jim Caviezel, der 2013 seinen Job kündigt und eigene Wege beschreitet. Ballard kann es nicht mehr ertragen, nur die Pädophilen und Konsumenten von Kinderpornografie zu schnappen, während die Kinder in den Fängen ihrer brutalen Ausbeuter bleiben. Er gründet mit Gleichgesinnten die Operation Underground Railroad (O.U.R.), um gegen den Kinderhandel in den USA vorzugehen und die jungen Opfer aus den Klauen der Drogenkartelle und kriminellen Menschenhändler zu befreien. Durch Ballards Initiative wurden mehr als 4000 Kinderschänder verhaftet und mehr als 6000 Kinder und Frauen gerettet.

Verástegui erzählt, er habe Ballard vor acht Jahren in L.A. getroffen. Dieser habe ihm erzählt, welches entsetzliche Schicksal die geraubten Kinder erleiden müssten.

Diese Kinder würden 10 bis 15 Mal pro Tag vergewaltigt, so Verástegui, über viele Jahre »und dann, wenn der Kunde sie nicht mehr haben will, weil sie ›kein Frischfleisch mehr sind‹ – das ist das Vokabular, das sie benutzen – dann gehen sie auf den Schwarzmarkt, das zweite Geschäft dieser Perversen, die sie aufschneiden und in Teilen im Organhandel verkaufen«.

Eduardo Verástegui erzählt, er habe sich der »Hilfe aller Heiligen und der Jungfrau Maria« anvertraut, damit aus dem Film ein Erfolg wird. »Wenn es um Kinder geht, will man die Hilfe von allen, nicht nur von einigen wenigen, es geht hier nicht um Exklusivität«, fasst der katholische Nachrichtendienst die Worte des Lebensschützers zusammen. Was er den Menschen erzählt, ist wahrlich nichts für schwache Nerven, aber es gehört zur Wahrheit des sogenannten Wertewestens dazu. So sagte der Hauptdarsteller Jim Caviezel sinngemäß, die USA seien der Importeur Nummer Eins von Kindersklaven, Mexiko sei Exporteur Nummer Eins. »Es ist ziemlich simpel: Wollt ihr keinen Kinderhandel, schließt die Grenze.«

Im Film selbst gibt es eine Szene, in der Ballard gefragt wird, warum er die gefährlichen Befreiungsaktionen der Kinder auf sich nehme. Ballard schaut seinem Fragesteller in die Augen und erwidert: »Weil Gottes Kinder nicht käuflich sind«.

»Wenn man diese Barbarei hört, kann man nicht schweigen, ich werde nicht schweigen, ich werde nicht wegschauen, ich will handeln, ich will etwas tun«, erzählt Eduardo Verástegui über seine Beweggründe, den Film zu produzieren. Der Gedanke, dass sein eigener Sohn von Menschenhändlern entführt werden könnte, mache ihn krank. Das lasse einen Vater nicht mehr ruhig schlafen.

Der riesige Erfolg des Films hat nicht zuletzt die Direktoren des Angel Studios überrascht. »Fans im ganzen Land sorgten dafür, dass ›Sound of Freedom‹ erfolgreich wurde. Wir waren plötzlich Amerikas Film Nummer eins«, berichtet Neal Harmon von Angel Studios. Allein am amerikanischen Unabhängigkeitstag habe der Film über 14 Millionen Dollar eingespielt, während Disneys mit der Indiana Jones-Verfilmung etwas mehr als 11,5 Millionen einnahm. Die Kinos seien ausverkauft, Menschen spendeten Geld, um Bedürftigen ein Freiticket zu finanzieren.

»Tichys Einblick« berichtet, der Film habe jetzt schon ein Eigenleben bekommen und würde zu einer Art Basisbewegung. Außerdem helfe die Unterstützung von Prominenten wie Elon Musk, Mel Gibson und Country Stars. »Sound of Freedom« hat schon jetzt Geschichte geschrieben.

Ein Gastbeitrag der Initiative Christenschutz

Sven von Storch

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