[ Siehe RT-Interview mit Willy Wimmer auf YouTube hier ]
Nachdem festgestellt wurde, dass eine russische Herkunft des Giftes, mit dem der ehemalige Doppelspion Sergej Skripal vergiftet wurde, nicht festgestellt werden kann (siehe Berichte Freie Welt, Sky News, New York Times), mahnen viele Persönlichkeiten, dass es nun an der Zeit sei, die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wieder zu beruhigen.
Am Rande des Moskauer Wirtschaftsforums hat sich der parlamentarische Staatssekretär a.D. Willy Wimmer an die Presse gewandt, um einen Appell an die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin zu richten:
»Ich denke, es ist absolut notwendig, dass die deutsche Regierung und die deutsche Kanzlerin selbst ihren Ton gegenüber Russland mäßigen. Nicht nur gegenüber Russland, sondern auch gegenüber der russischen Regierung und dem russischen Präsidenten.«
Willy Wimmer sieht drei Hauptgründe, warum es notwendig sei, den Ton zu mäßigen:
Erster stehe vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges. Es gebe wohl kaum eine russische Famillie, die im Zweitweltkrieg nicht einen Angehörigen verloren hat. Kein Land habe im Zweiten Weltkrieg so hohe Verluste an Menschenleben erleiden müssen wie die ehemalige Sowjetunion.
Der zweite Grund sei, dass ohne die Hilfe und das Verständnis der Sowjetführung unter Michael Gorbatschow Deutschland niemals wiedervereinigt worden wäre. Dies sei ein Grund dankbar zu sein.
Der dritte Grund sei, dass der russische Präsident Wladimir Putin stets eine Politik der offenen Tür gegenüber Westeuropa und insbesondere Deutschland geführt habe.
Willy Wimmer stellt klar, dass es ein Versuch Großbritanniens war, den internationalen Frieden zu stören. Denn juristisch sei niemand schuldig, solange dessen Schuld nicht nachgewiesen sei. Doch Großbritannien habe eine Kampagne gegenüber Russland losgetreten, ohne wichtige Untersuchungsergebnisse des Kriminalfalls anbzuwarten.


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