Die Spannungen zwischen den USA und Venezuela erreichen einen neuen Höhepunkt. Präsident Nicolás Maduro hat in einer Fernsehansprache gedroht, sein Land mit Tausenden russischer Raketen gegen mögliche US-Militäroperationen zu verteidigen.
Dies geschieht inmitten einer US-Offensive gegen mutmaßliche Drogenkartelle, die Washington als Bedrohung für die nationale Sicherheit ansieht. Experten warnen vor einer gefährlichen Eskalation in der Region.
Maduros Drohung: 5.000 Raketen gegen Amerikaner
In einer landesweiten Ansprache am Mittwochabend erklärte Maduro, Venezuela verfüge über "nicht weniger als 5.000 russische Kurzstreckenraketen vom Typ Igla-S" an strategischen Luftverteidigungspositionen. Diese tragbaren Boden-Luft-Raketen seien eingesetzt, um "den Frieden zu sichern" und jegliche "Provokationen" abzuwehren. "Lasst niemanden mit Venezuela spaßen, denn wir spielen mit niemandem", betonte der 62-jährige Präsident und bezog sich auf die US-Militärpräsenz in der Karibik [siehe Bericht "CNN"].
Die Igla-S-Raketen, die niedrig fliegende Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen abschießen können, stammen aus Lieferungen Russlands zwischen 2005 und 2008. Unabhängige Verifikationen der genauen Zahl fehlen, doch das Internationale Institut für Strategic Studies (IISS) bestätigt, dass sie Teil des venezolanischen Arsenals sind.
Maduros Verteidigungsminister Vladimir Padrino López wurde mehrmals mit den Systemen fotografiert. Die Ankündigung erfolgte parallel zu laufenden Militärübungen, die Caracas als Reaktion auf US-Schiffseinsätze initiiert hat.
US-Anti-Drogen-Offensive: Schiffe versenkt, Tote gemeldet
Die Drohung Maduros ist eine direkte Antwort auf die US-Militäroperationen gegen Drogenboote vor der venezolanischen Küste. Seit Ende August 2025 haben US-Streitkräfte neun Schiffe angegriffen, darunter den achten Vorfall im Pazifik. Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, dass bei zwei jüngsten Einsätzen fünf Personen getötet wurden – angeblich "Drogenterroristen". Insgesamt starben mindestens 37 Menschen, ohne dass das Pentagon konkrete Beweise für Drogenladungen vorlegte [siehe Bericht "Firstpost"].
Präsident Donald Trump stuft den Kampf gegen südamerikanische Kartelle als "bewaffneten Konflikt" ein und hat die CIA autorisiert, verdeckte Aktionen durchzuführen. Letzte Woche erklärte er, die USA erwögen eine Erweiterung auf Landoperationen gegen Kartelle in Venezuela – unter der Bedingung einer Mitteilung an den Kongress als "nationale Sicherheitsfrage".
Das Pentagon klassifiziert die Kartelle als terroristische Organisationen, die einen "bewaffneten Angriff auf die USA" darstellen. Trump argumentiert, die Seewege seien nun unter Kontrolle, und der Fokus richte sich nun auf das Landesinnere.Kritiker in Lateinamerika und international sehen in den Angriffen völkerrechtswidrige Aggressionen. Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek William Saab forderte eine UN-Untersuchung und sprach von "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" durch Raketeneinsätze gegen "wehrlose Fischer" [siehe Bericht "Tagesschau.de].
Historischer Kontext: Von Sanktionen zur Militärkonfrontation
Die Feindschaft zwischen Trump und Maduro reicht weit zurück. Bereits 2020 erhob das US-Justizministerium Anklage gegen Maduro wegen "Narco-Terrorismus". Im September 2025 verdoppelte Washington die Belohnung für Informationen zu seiner Festnahme auf 50 Millionen Dollar und verlegte Kriegsschiffe wie Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse sowie F-35-Jets in die Region.
Maduro, der sich als Erbe Hugo Chávezs sieht, brach 2019 die diplomatischen Beziehungen ab und mobilisierte Milizen – aktuell über 4,5 Millionen Mitglieder, darunter Zivilisten, die in Schießübungen ausgebildet werden.
Russland spielt eine zentrale Rolle: Moskau lieferte nicht nur Raketen, sondern unterstützt Maduro wirtschaftlich und militärisch. Im September 2025 demonstrierte Venezuela russische Su-30-Kampfflugzeuge mit Anti-Schiff-Raketen während Übungen auf der Insel La Orchila.
Experten wie die vom Centre for Analysis of Strategies and Technologies sehen darin eine klare Abschreckung gegen US-Interventionen.
Internationale Reaktionen: Droht ein Regimewechsel in Venezuela?
Die Eskalation alarmiert Lateinamerika. Maduro warf den USA vor, unter dem Deckmantel des Drogenkriegs einen "Regimewechsel" anzustreben – eine Anschuldigung, die Washington ablehnt, aber Quellen bestätigen, dass Druck auf Maduro zum Rücktritt das Ziel ist. Der venezolanische Verteidigungsminister warnte kürzlich vor dem "Schlimmsten" und erließ ein Dekret über "äußere Unruhe", das Notstandsmaßnahmen aktiviert.
Diplomaten drängen auf Verhandlungen, doch beide Seiten verhärten ihre Positionen. Die Welt blickt gespannt auf die nächsten Schritte in diesem geopolitischen Schachspiel.


Kommentare
Freie Welt
Zitat:
In einer landesweiten Ansprache am Mittwochabend erklärte Maduro, Venezuela verfüge über "nicht weniger als 5.000 russische Kurzstreckenraketen vom Typ Igla-S" an strategischen Luftverteidigungspositionen.
Warum nicht über 6"0815"- Raketen oder große Atombomben ?
Der Kampf um die Weltenmacht zieht immer weitere Idiotie an ! Zudem habt IHR ihn längst verloren ! Satan ist besiegt ,dumm nur ,dass er weiter in Euren Köpfen rumspinnt ,und ihr meint man nimmt Euch etwas weg ,dass Euch aber nie gehörte ! Nicht einmal EURE Dämonkratie !
Es zeigt nur ,dass ihr euch immer noch in der Wüste von "Ägypten " befindet .aber die Zeichen der Zeit nicht verstanden habt .
Anderen zeigt es aber auch ,wie das Wort voraussagte : Und ich will Ägypten gegen Ägypten aufstacheln, dass sie kämpfen werden, jeder gegen seinen Bruder und jeder gegen seinen Nächsten, Stadt gegen Stadt, Königreich gegen Königreich. (2Chr 15,6; Jes 3,5)
Matthäus 24:6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.
Wer droht da wem? Venezuela…
Wer droht da wem? Venezuela hat das Recht, seine Ressourcen zu verteidigen.
Wie man in den Wald hineinruft …
Die USA provozieren überall in der Welt und wundern sich, wenn mal einer zurück provoziert.
Im Übrigen, was haben die Amerikaner auf einmal gegen Drogen? Während des Afghanistan-Krieges hat doch die CIA mit Hilfe des US-Militärs tonnenweise Drogen aus Afghanistan ausfliegen lassen, mit dem sich dann die CIA finanziert hat! Wahrscheinlich stört es die USA nur, weil sie selbst nicht an den Drogen in Venezuela verdienen.
xxx@web.de
Trump (CIA) will nicht nur das Öl kontrollieren sondern auch den Drogenmarkt denn diese Gewinne sind ja genauso einträglich wie die anderen Rohstoffquellen.
Freie Welt
Zwar mag man Maduro als Drogenmachthaber beurteilen ,was in solchen Ländern fast Normalzustand ist ,da Korruption üblich ist .Dennoch kann Trump nicht wie ein Elefant in anderen Länder rumtrampeln und das ohne gesetzliche Abstimmung im eigenen Land .
Es scheint ,dass Gesetze keine Bedeutung mehr haben ,außer für Otto,dem Normalbürger !
Wir brauchen keine neuen Kriege !
https://youtu.be/T2n9EIQRvck?si=UFG9ipFbAfEDQCAD
Das ist wieder mal typisch…
Das ist wieder mal typisch Ami. wie sie es seit ihren Anfängen machen. Kriminell.
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