Was ist wichtig? Trump gegen Comey? May gegen Corbyn? Saudi-Arabien gegen Katar? Nein: Die Sitzregeln in den Bussen von Madrid. Es ging durch die Presse (siehe z.B. Handelsblatt, Bento, Welt, RT, Daily Mail): Männer dürfen nicht mehr breitbeinig in Bussen sitzen.
Die meisten Zeitungen unterstützen diese Aktion der Madrider Stadtregierung. Es gehe schließlich um Höflichkeitsregeln. Man müsse seinen Sitznachbarn genügend Platz machen.
Doch einige Zeitungen, wie z.B. die Daily Mail, haben auch über die Hintergründe berichtet. Der Initiative war eine Petition vorausgegangen, die von links-feministischen Gruppierungen gestartet war. Wer hinter die Kulisse schaut, sieht, dass es nicht primär um Höflichkeit oder um Anstand oder um mehr Platz in Bussen geht, sondern um eine weitere Einschränkung typisch männlichen Verhaltens.
Denn nichts ist derzeit so sehr unter gesellschaftlichem Beschuss wie der »weiße heterosexuelle Mann« und dessen Habitus. Es ist die einzige gesellschaftliche Gruppe im Westen, die keine besonderen Interessens-Beauftragten bekommt und über die gelästert oder geschimpft werden darf, ohne dass eine Anzeige wegen »Hate Speech« ins Haus steht.
Tipp: Wer gerade an den Hoden operiert wurde, sollte in Madrid lieber ein Taxi nehmen.


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