Bergoglio weicht Kritik aus

Kein Wort über Missbrauchsfälle_ Papst Franziskus predigt über Ozeanverschmutzung

Während die Spannung in der katholischen Kirche eskaliert, predigt Franziskus Umweltschutz. So kann man Probleme unter den Teppich kehren.

Missbrauchsskandale versetzen die Kirche in Tumult. Die Mainstream-Medien greifen die Kirche an. Schuldige und mitschuldige Würdenträger werden nicht zu Rede gestellt. Papst Franziskus predigt über die Verschmutzung der Weltmeere.

Anstelle auf die zündenden Anschuldigungen Erzbischof Viganòs einzugehen und dem Chaos und der Verwirrung in der Kirche mit klaren Worten entgegen zu gehen und als oberster Hirte die Führung zu übernehmen, widmet sich Papst Franziskus lieber dem Schutz der Weltmeere.

Dahingehend wolle Franziskus in einer Ansprache zum „Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung“ „Aufmerksamkeit auf die Thematik des Wassers lenken, dieses so einfachen und wertvollen Elements, das für viele leider sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich zu erreichen ist.“

Während die Kirche in Lager auseinander fällt und in besonders in den USA massiv unter Druck gesetzt wird, sorgt sich Franziskus um die Verschmutzung der Ozeane: „Ich möchte auch die Frage der Meere und Ozeane berühren. […] Wir können nicht zulassen, dass die Meere und die Ozeane mit trägen Flächen treibenden Plastikabfalls angefüllt werden. Auch aufgrund dieses Notstands sind wir gerufen, uns mit aktivem Problembewusstsein zu engagieren. Dabei sollen wir beten, als ob alles von der göttlichen Vorsehung abhinge, und handeln, als würde alles von uns abhängen.“

Kardinal Cupich – ein als liberal geltender „Bergoglio-Kardinal“ – hatte in einem Interview bereits angemerkt, dass der Papst „besseres“ zu tun habe, als sich um Missbrauchsskandale und Anschuldigungen zu kümmern: „er muss über die Umwelt sprechen und den Schutz von Migranten.“

Die Kirche in den USA erlitt in den letzten Wochen schwere Schläge, einige sprachen von der „größten Krise der Kirche in den USA überhaupt“. Diskutiert wurde um den Umgang des Papstes mit den Missbrauchsfällen der letzten Jahrzehnte, in denen vor allem Kardinal McCarrick verwickelt war. Über 1000 Kinder sollten misshandelt worden sein, 300 Priester wurden in der Diözese Pennsylvania für schuldig befunden. Hohe Kirchenamtsträger hatten Anschuldigungen vertuscht und Papst Franziskus hatte Dossiers ignoriert.

Öffentlich hat sich Papst Franziskus noch nicht geäußert. Wie die Medien berichten, „hüllt er sich in Schweigen.“

(jb)

Sven von Storch

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