Karneval politisch korrekt schon für die Kleinsten

Kein Faschings-Scherz_ Hamburger Kindergarten verbietet Indianer-Verkleidung

Cowboy und Indianer? Nicht im politisch korrekten Elbkindergarten in Hamburg. Dort sind unter anderem Indianer-Kostüme verboten.

Ein Bericht der »Hamburger Morgenpost (MOPO)« klingt zunächst nach einem Karnevals-Scherz, ist aber ernst zu nehmen. Denn jetzt wird sogar am Fasching mit der Moralkeule geschwungen.

Da staunten manche Eltern nicht schlecht: Schriftlich wurden sie von ihrer Hamburger Kita auf die neue politische Korrektheit hingewiesen.

Dort steht: »Ich möchte Sie bitten, gemeinsam mit Ihren Kindern bei der Auswahl des Kostüms darauf zu achten, dass durch selbiges keine Stereotype bedient werden.«

Und: »Wir achten im Kitaalltag sehr auf eine kultursensible, diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung.«

Als Begründung verweist die Kita auf einen »Fachartikel« von »Kids Aktuell«, der vom Familienministerium herausgegeben wurde.

Dort heißt es, die Bezeichnung »Indianer« sei diskriminierend. Denn: »Der Begriff wurde im Zuge der Kolonialisierung Nord- und Südamerikas der damaligen Bevölkerung aufgezwungen und steht somit in Zusammenhang mit der brutalen Vernichtung großer Teile dieser Personengruppe.«

Okay, und warum dürfen die Kinder nicht als Sioux, Apache, Comanche, Dakota, Irokese oder Mohikaner kommen?

Gern gesehen ist es dagegen, wenn die Jungs als »Meerjungmänner« und die Mädchen als »Piratinnen« verkleidet kommen.

Wie gesagt: Der Kindergarten ist in Hamburg, nicht in Schweden!

Was für Sünder waren doch einst die Eltern, die Karl-May-Filme sahen und anschließend draußen Cowboy und Indianer spieltern ...!

Sven von Storch

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