In Israel wurden mindestens 193 Fälle gemeldet (Stand Sonntag). Mehrere auch in den Palästinensergebieten. Vor einigen Tagen hat das Land bereits massive Einreisebeschränkungen für Touristen und Geschäftsleute aus besonders betroffenen Staaten (wie China, Italien, Deutschland) verhängt. Die Touristen, die schon im Lande waren, wurden aufgefordert, Schritt für Schritt das Land zu verlassen. In Palästinensergebieten ist man ebenso vorgegangen.
Alle Sehenswürdigkeiten sind in Israel und Palästina geschlossen. Auch der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg sind am Wochenende geschlossen geschlossen worden. Gebete müssen im Freien abgehalten werden.
Die Regierung hat Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern verboten. Außerdem wurde die Schließung von Restaurants, Cafés, Hotels und Einkaufszentren angeordnet, erklärte Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache. Nachdem bereits die Schulen und Universitäten geschlossen wurden, gilt dies nun auch für die Kindergärten. Alle Bürger sind aufgerufen, einen Abstand von zwei Metern zueinander einzuhalten.
Um die Aufenthaltsorte von Infizierten nachzuverfolgen, will Premierminister Netanjahu die Nutzung von neuen Technologien erlauben, die Israel sonst nur »im Krieg gegen den Terror« nutzt. Allerdings muss das Kabinett dieser neuen Maßnahme noch zustimmen.
Auch im Nachbarland Jordanien wurden strenge Ausnahmeregelungen verhängt. Obwohl es in dem Land erst einen Fall gab, nämlich eine Person, die vor zwei Wochen aus Italien eingereist war. Einreisen darf nur noch, wer ein amtliches Gesundheitszeugnis mit negativem Coronavirus-Test vorweisen kann.
Zahlreiche Fälle beklagen inzwischen die anderen Staaten des Nahen Ostens. Betroffen sind jetzt Ägypten, Saudi-Arabien, Kuwait, Irak, Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Aus Syrien wurden dagegen noch keine Fälle gemeldet.


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