Die deutschen Islamverbände sind bekannt dafür, Vorwürfe der Muslimfeindlichkeit für ihre eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Wie glaubwürdig ist dann eine Studie zur angeblichen Muslimfeindlichkeit in Deutschland, wenn die Islamverbände an dieser Studie mitwirken?
Wie die »Welt« berichtete, hat das Bundesinnenministerium eine Studie zur Muslimfeindlichkeit in Deutschland erstellen lassen. Nancy Faeser schrieb sogar das Vorwort.
Beteiligt an der Studie waren die Islamverbände, obwohl das Innenministerium behauptet, dass es sich bei den Autoren um Mitglieder der sogenannten »Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit« handeln solle.
Der Titel der Studie lautet: »Muslimfeindlichkeit – Eine deutsche Bilanz«.
Laut dem Vorwort von Faeser soll die Erhebung eine Bestandsaufnahme der Diskriminierung von Muslimen und Handlungsempfehlungen bieten. Uns sie solle Wege aufzeigen, wie Hass auf Muslime in Deutschland besser bekämpft werden könne.
Die »Welt« nennt als Beispiel (Zitat):
»Eine Teilstudie, die in das 400 Seiten lange Dokument einfloss, lieferte der Verein Fair International mit Sitz in Köln. Dieser ist – wie zuletzt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens bestätigte – der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) zuzurechnen. [...] Das Bundesamt für Verfassungsschutz bewertet die IGMG seit Jahren als ›legalistisch islamistisch‹.«
Was soll man dazu sagen? Wie aussagekräftig sind solche Studien? Und welche Auswirkungen haben sie auf die Mehrheit der nicht-muslimischen Bevölkerung?
Was es noch nicht gibt, ist eine ehrliche quantitative und qualitative Erhebung zur Frage, wie Muslime in Deutschland zu den Werten und Menschen der Mehrheitsgesellschaft stehen und was sie von Christen, Juden, Jesiden sowie Säkularisten und Atheisten halten, welche Vorurteile gepflegt werden und wie sich das im Alltag auswirkt und ob sich Muslime diskriminierend gegenüber anderen Gruppen verhalten und falls ja in welcher Anzahl. Doch dafür scheint sich das Innenministerium nicht zuständig zu fühlen, oder?


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