Gastbeitrag von Meinrad Müller

Irre Welt_ Tageskommentar in Versen

Tageskommentar in Versen, zu den aktuellen Nachrichten der letzten Tage. Eine Glosse.

Ist manch' Nachricht auch betrüblich,
doch ein Vers dazu vergnüglich,
wenn vieles unsrem Auge schmerzt,
gelindert, wenn ein Dichter scherzt.


NTV, 15.2.22, Putins langer Tisch kommt auch bei Scholz zum Einsatz


Der Putin hat 'nen langen,
Tisch im Zimmer stehn,
der kleinen Scholz: zum Bangen,
ich bin ja kaum zu sehn.

Der Putin hat 'ne lange,
Leitung unterm Meer,
im Winter wird's uns bange,
die Heizung heizt nicht mehr.

Spiegel.de, 20.2.22, "Inflation klingt wie ein Naturgesetz – das ist sie nicht"


Wo einst mein' Taler lagen,
im Beutelchen aus Fell,
so liegts mir heut im Magen,
sie komm' nicht mehr so schnell.

Unschuldig Habeks Blicke,
er könne nichts dafür,
jetzt kommt es richtig dicke,
die Bank weißt mir die Tür.

BILD.de, 20.12.22 "Wir brauchen nicht nur Worte, wir brauchen Waffen"


Die Welt, wie immer undankbar,
5000 Helme war'n zu wenig,
vom einstgen Feinde, unsagbar!
Er will noch mehr der kleine König.

Er will den großen Bären reizen,
aufs Blut meint er, er glaubt's auch noch,
statt mit den Geldern nur zu heizen,
solange bis der Fried' zerbroch'.

Handelsblatt 21.1.22 "EU-Kommission will strategische Gasreserve – um die Energiepreiskrise zu überwinden"


Stets zu guten Taten schreiten,
das übe in der Jugend schon,
es wird Gewohnheit und der Lohn,
der kommt zu unverhofften Zeiten.

Sven von Storch

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