Ein kleiner Stich in die Hand oder den Arm, und schon sind wir um einen Mikrochip reicher. Er ist gerade so groß wie ein Reiskorn: der RDIF-Chip. Auf ihm können alle möglichen Daten gespeichert werden. Wie zunächst die DailyMail und später Spiegel-Online berichtete, hat nun eine Firma in Schweden ihren Mitarbeitern RDIF-Chips implantieren lassen.
Hat man im Arm oder in der Hand diesen Chip implantiert, kann man den Chip als automatischen Türöffner, als Zahlungsmittel, als Autoschlüssel, zur Bedienung technischer Geräte und vielem mehr benutzen. Das hört sich zunächst praktisch an. Überall in Europa, von der Schweiz bis nach Schweden, gibt es bereits Versuche. Und es gibt immer genügend Menschen, die sich mit Begeisterung einen Chip einpflanzen lassen und sich somit freiwillig zum Cyborg machen lassen.
Doch was passiert, wenn der Chip zur Überwachung eingesetzt wird? Wer kontrolliert die Daten, die auf ihm gespeichert werden? Was passiert, wenn der Chip gehackt wird und man von außen kontrolliert wird? Was passiert, wenn man von diesem Chip und den Informationen darauf abhängig ist und der Chip plötzlich ausgestellt wird?
Seit Jahren wird in den USA darüber diskutiert, wie dieser Chip eingesetzt werden soll. Die Banken träumen von einer Art Kreditkarte im Handgelenk, so dass alle Menschen mit einem Wink bezahlen können. Die Krankenkassen träumen davon, alle Krankendaten des Patienten auf diesem Chip zu speichern. Dann hat jeder Patient seine Krankenakte immer bei sich. Die Geheimdienste träumen auch vom RFID-Chip - und deren Verwendungsideen kann man sich denken.
Die Zukunft kommt schneller, als man glauben mag. Schon heute sind Milliarden Menschen von Ihrem Smartphone abhängig. In Schweden bezahlt die Mehrheit der Bürger schon mit dem Smartphone, ob im Geschäft oder im Bus. Der nächste Schritt ist das Implantat. Dann sind wir alle kontrollierbar - und ausschaltbar.


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