Die Halbleiter-Knappheit hält die Tech- und Autobranche zurück. Es werden zu wenig Microchips produziert, um der weltweiten Nachfrage gerecht werden zu können. Mitschuld ist der Trend zu E-Autos.
Die deutsche Autoproduktion ist deshalb dieses Jahr um ein Fünftel eingebrochen. Auch Mercedes-Benz ist vom Rückgang der Produktion massiv betroffen. Ebenso leidet der LKW-Hersteller MAN unter dem Mangel an Halbleitern.
Matt Murphy, CEO des Dateninfrastrukturunternehmens »Marvell Technology«, befürchtet, dass die Produktions- und Lieferengpässe noch weit bis 2022 andauern könnten.
Der Mangel an Halbleitern führt in weiten Teilen der deutschen Industrie dazu, dass die Produktion nicht ausreichend hochgefahren werden kann, um die in der Corona-Krise eingeführte temporäre Kurzarbeit wieder hochzufahren. Das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus, wie das Münchener ifo-Institut berichtete.
Weltweit steigt die Nachfrage nach Microchips. Die Halbleiter-Produktion kommt nicht nach. Dieser Trend hat sich durch die vermehrte Nachfrage nach E-Autos verstärkt. Die durch die Klimapolitik forcierte Entwicklung zu mehr elektrifizierten Fortbewegungsmitteln führt auch zu einem Mehrbedarf an Halbleitern.
Ein großer Teil der weltweiten Halbleiter-Produktion befindet sich in der Volksrepublik China und Taiwan. Die politischen Spannungen in der Region und der Handelskrieg der USA und Australien mit China haben das Problem noch verschärft.


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