Letztes Jahr an deutschen Flughäfen: Familien, die ihr ganzes Jahr auf den Sommerurlaub gespart haben, werden am Flughafen von protestierenden Friday-for-Future-Klima-Hüpfern mit Slogans bombardiert, dass es eine Klima-Sünde sei, mit dem Flugzeug in die Sonne zu reisen. So wird Familien der Sommerurlaub vermiest, ausgerechnet von jenen Wohlstandskindern, die in ihren jungen Jahren schon mehr von der Welt gesehen haben als ihre Großelterngeneration im ganzen Leben.
Typisch für das Milieu der Grünen: Sie selbst reisen viel und gehören im Durchschnitt zu den Besserverdienenden. Wenn sie Verzicht predigen, ist das aus der Perspektive des Überflusses, nicht des Mangels. Das Bedürfnis derer, die sich seit Jahren nach Sonne sehnen, es sich aber lange Zeit nicht leisten konnten, kennen sie nicht.
Wenn durch CO-2-Abgaben, Zusatzsteuern, Vorschriften und neue Regelungen Kerosin immer teurer wird und Flugreisen für Normalbürger unbezahlbar werden und gleichzeitig die Spritpreise für Autos erhöht werden und den Bürgern langfristig E-Fahrzeuge aufgezwungen werden, deren Reichweite begrenzt ist, dann haben viele Urlauber ein Problem, kostengünstig ans Mittelmeer zu kommen. Urlaub wird zum Luxus. Und genau dies scheint das Ziel der grünen Politik zu sein, nämlich die Normalbürger von den schönen Urlaubszielen fernzuhalten.
Die Frage stellt sich allerdings, ob sich die Mehrheit der Bürger das gefallen lässt, wenn sie erst einmal am eigenen Leibe spüren, dass sie von der Sonne und von den Ferien im Süden abgehalten werden.
Sehnsucht vieler Deutscher: Ein Platz an der Sonne
Das Problem der Mitteleuropäer ist schnell umrissen: Sie arbeiten mehrheitlich das ganze Jahr im Büro, im Geschäft, in der Fabrik, in der Werkstatt oder im Labor. Sonnenlicht? Fehlanzeige! Im Winter kommt man im Dunkeln und geht im Dunkeln. An den Wochenenden muss man hoffen und beten, dass das Wetter schön ist. Und wenn es dann mal schön ist, kommen sie aus allen Winkeln: Die Menschen strömen in Massen raus zu den Seen und in die Straßencafés. Sie wollen endlich draußen sein.
Die Ferien sind insbesondere bei Familien mit Kindern von den Ferienterminen der Bundesländer abhängig. Wenn man im Juli Ferien hat, der Juli aber wegen Regenwetters ins Wasser fällt, und im August dann die Sonnen scheint, wenn die Kinder wieder zur Schule und die Eltern ins Büro müssen, dann war der Sommer gelaufen.
Jede Urlaubsbuchung in der Heimat ist ein Glücksspiel. 50:50 ist die Chance, dass man mit dem Wetter Glück oder Pech hat. Bei strömenden Regen macht kein Strandurlaub Spaß. Drinnen sitzen kann man auch zu Hause. Dafür muss man nicht viel Geld für eine Reise ausgeben. Deutschland ist kein Land mit Schönwettergarantie. Da nützt auch die schöne Landschaft nichts.
Kein Wunder also, dass es einen großen Teil der Bürger ans Mittelmeer oder in die südliche Ferne zieht. Schon zu Wirtschaftswunder-Zeiten der Bundesrepublik zog es die Deutschen nach Italien und Spanien, sobald das Einkommen es erlaubte. Endlich Sonne, Strand und Meer. Endlich Licht und Vitamin D tanken. Endlich Wärme.
Die Grünen werden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie den Deutschen ihre Chance auf Sonne und Urlaub nehmen und Ferien am Mittelmeer zum Luxus für Reiche wird. Das ist eine elitäre Denkweise, die früher oder später den Grünen auf die Füße fällt.


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