In einer Zeit, in der Angela Merkel und Emmanuel Macron einhellig nach einer europäische Armee rufen, werden die Truppen in der Ukraine aufgestockt. So hat diese Woche der britische Verteidigungsminister angekündigt, dass Großbritannien weitere Truppen und ein zusätzliches Schiff der »Royal Navy« in die Ukraine schicken wird. Das Ziel sei es, »Freiheit und Demokratie« der Ukraine zu verteidigen [siehe Bericht »The Telegraph«, »Express«].
Der »Express« warnt: Das Vereinigte Königreich würde mit dieser Aktion eine russische Reaktion provozieren. Ist dies das neue Hochrüsten für einen Krieg? Ein neuer Kalter Krieg? Oder gar mehr?
Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson jedenfalls steht zu der Haltung, dass Großbritannien solange an der Seite der Ukraine stehen werde, solange Russland eine Bedrohung darstelle.
Angesichts der Entwicklungen in diesem Jahr kann man den Eindruck bekommen, dass Großbritannien stärker die Konfrontation mit Russland sucht als die USA.
Bis jetzt sind die britischen Soldaten in der Ukraine hauptsächlich als Ausbilder tätig. Doch in der internationalen Politik und Diplomatie kommt es auch auf Gesten und Zeichen an. Für Frieden und Vertrauen stehen die neuen Zeichen jedenfalls nicht.
[Stichwort: GeoAußenPolitik]


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