Rheinbad in Düsseldorf musste am Wochenende zweimal vorzeitig schließen

Familienvater im Schwimmbad von Horde Jugendlicher bedroht

Die Stimmung in deutschen Bädern wird immer gereizter. Zeitweise sollen bis zu 400 Jugendliche einen Familienvater bedroht haben, der sich schützend vor seine Familie stellte. Dieses Ereignis am Wochenende führte dazu, dass das Rheinbad in Düsseldorf vorzeitig schließen musste.

In deutschen Schwimm- und Freibädern wird die Stimmung immer aggressiver und gereizter. An diesem Wochenende ist die Lage im Rheinbad in Düsseldorf völlig aus dem Ruder gelaufen. Die Polizei musste anrücken, das Schwimmbad musste zweimal vorzeitig geschlossen werden [siehe Berichte »Der Westen«, »Westdeutsche Zeitung«].

Wie es ursprünglich zu den verschiedenen Auseinandersetzungen kam, ist noch nicht völlig geklärt. Aber sowohl am Samstag als auch am Sonntag gab es im Schwimmbad Szenen, bei denen große Gruppen von Jugendlichen den Aufstand probten, Badegäste belästigen, Stühle ins Wasser warfen und einen großen Tumult veranstalteten. Teilweise soll es Szenen einer Schlägerei gegeben haben.

Bei einer Auseinandersetzung stand ein Familienvater im Mittelpunkt, der seine Familie vor kämpfenden und tobenden Jugendlichen beschützen wollte. Dabei hat er wohl zwei Jugendliche weggedrängt und beleidigt. Er wurde gleich von mehreren Dutzend (einigen sprechen von rund 400) Jugendlichen bedrängt. Diese sollen sich mit der Zeit angesammelt und solidarisiert haben, weil der 53-jährige bedrängte Familienvater sich verbal gewehrt haben soll. Dabei soll er die Jugendlichen als »Nafris« beschimpft haben, was diese daraufhin noch mehr aufbrachte, so das am Ende die Polizei eingreifen musste. Die Polizisten hatten es anfangs nicht leicht. Sie sollen ebenfalls von den Jugendlichen beschimpft und Getränkekartons beworfen worden sein, heißt es. Der »WDR« schrieb: »Zeugen und auch Polizisten sagen, dass die jungen Männer südländisch oder nordafrikanisch aussahen.«

Die Situation mit dem Streit zwischen dem Familienvater und den Jugendlichen war nicht der einzige Chaos-Moment im Rheinbad. Auch am Sprungturm war es zu Chaos gekommen [siehe Bericht »Focus-Online«], so dass eingegriffen werden musste.

Sven von Storch

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