Interview mit Dr. Frank Grobe (AfD)

Faeser hat als Innenministerin auf ganzer Linie versagt

Dr. Frank Grobe tritt für die AfD bei der Landtagaswahl in Hessen an. Er erklärt: »Faeser hat als Bundesinnenministerin auf ganzer Linie versagt und das vergessen die Wähler auch in Hessen nicht.«

Freie Welt: Die AfD erreicht in Umfragen sehr hohe Stimmenanteile, spüren Sie diesen Zuspruch auch im Wahlkampf?

Frank Grobe: Der Zuspruch ist deutlich spürbar. Es gibt immer mehr Menschen, die sich trauen, sich offen mit uns zu zeigen und zu unterstützen. Das merkt man auch bei öffentlichen Veranstaltungen von Städten und Gemeinden, in Restaurants oder beim Tanken. Vielfach signalisieren Autofahrer mit erhobenem Daumen ihre Zustimmung. 

Freie Welt: Was sind die wichtigsten landesspezifischen Themen?

Frank Grobe: Ein besonders wichtiges und drängendes Thema in Hessen ist die illegale Massen-Migration. Unsere Kommunen sind vollkommen überlastet, bekommen aber immer mehr Asylanten von Land und Bund zugewiesen. Hessen nimmt beispielsweise im Schnitt 30 % mehr unbegleitete Minderjährige (UMA) auf, als wir müssten. Bedenkt man, dass das Land Hessen für einen einzigen UMA fast 268.000 Euro pro Jahr (!) ausgibt, kann sich jeder denken, dass da schnell Milliarden zusammenkommen, die an anderer Stelle wie in den Schulen und Hochschulen seit Jahrzehnten fehlen. 

Damit sind wir auch schon bei unserem nächsten Problemfeld: Der hessischen Bildungspolitik. Seit Jahren wird über den Fachkräftemangel geklagt, aber nichts unternommen. Wenn wir nicht endlich mehr Geld in Bildung und Ausbildung investieren, werden wir den Fachkräftemangel nie bewältigen. Wir brauchen aber nicht noch mehr BWLer oder Soziologen. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte im Bereich der MINT-Fächer. Noch dringender brauchen wir aber Handwerker. Es bringt uns nämlich nichts, wenn wir die erforderliche Statik für ein Haus berechnen können, aber keine Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Elektriker oder Heizungsbauer haben, die das Haus bauen. 

Freie Welt: Wenn die AfD in Hessen die Regierung stellen würde, was würden sie als erstes ändern?

Frank Grobe: Meine Schwerpunkte liegen im Bereich Wissenschaft, Kunst und Kultur. Als erstes würde ich der Cancel-Culture und dem Gender-Gaga-Irrsinn den Kampf ansagen. Denn wo sollen die Innovationen herkommen, wenn wir weiter auf irgendwelche eingebildeten Pseudo-Wissenschaften setzen? Vielmehr gilt es, unsere Forschung und Lehre wieder zu stärken.

Freie Welt: Der hessische CDU-Ministerpräsident Boris Rhein fordert Grenzkontrollen und mehr Abschiebungen. Wie glaubhaft ist das in Ihren Augen?

Frank Grobe: Immer kurz vor Wahlen blinkt die CDU rechts, biegt dann aber links ab. Zudem muss man genau lesen, was die CDU fordert. Nämlich keine Grenzkontrollen an deutschen, sondern an EU-Außengrenzen. Also wird sich nichts ändern, außer Phrasendrescherei. Zudem hat gerade Hessen in den letzten Jahren kaum abgeschoben, obwohl die schwarz-grüne Landesregierung dies hätte tun können. 

Freie Welt: Bundesinnenministerin Nancy Faeser will in Hessen Ministerpräsidentin werden. Wird die Wahl in Hessen dadurch auch zu einer Abstimmung über ihre Politik?

Frank Grobe: Das denke ich auf jeden Fall. Faeser hat als Bundesinnenministerin auf ganzer Linie versagt und das vergessen die Wähler auch in Hessen nicht. Sei es bei der Unterdrückung der einzigen Opposition durch den Verfassungsschutz, dem Versagen bei der weitergehenden illegalen Massenmigration oder nun bei der Verschleuderung des deutschen Passes. Ich frage mich daher schon die ganze Zeit, warum die Hessen-SPD sie überhaupt als Spitzenkandidatin aufgestellt hat. An ihrer guten Arbeit kann es nicht gelegen haben. 

Zudem will sie Bundesinnenministerin bleiben, wenn sie nicht Ministerpräsidentin wird. Hier stellt sich aber die Frage, ob sie dieses für Deutschland elementare Amt noch bekleiden kann, obwohl die (hessischen) Bürger sie deutlich abstrafen werden, wovon auszugehen ist.

Freie Welt: Was ist Ihr wichtigstes persönliches Anliegen in der Politik?

An erster Stelle steht die deutliche Verminderung der Migration. Denn unser Land ist am Limit bei der Unterbringung und Versorgung von Migranten. Auch werde ich mich für eine bessere Bildung einsetzen, damit Unternehmen wieder auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen können. Daneben trete ich für die Abschaffung der Grundsteuer und für den Wiedereinstieg in die Kernenergie in Hessen ein. Zudem werde ich mich gegen den Bau von Windkraftanlagen einsetzen. Denn diese sind nicht grundlastfähig und zerstören Umwelt und Landschaftsbild.

Sven von Storch

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