Überall in Europa wächst die Sorge vor einem kalten Winter. In vielen Ländern werden Notfallpläne erarbeitet, um für großflächige Stromausfälle (Blackouts) sowie Erdgas-, Benzin- und Dieselmangel gerüstet zu sein. Selbst Großbritannien und Frankreich sorgen vor und erarbeiten Notfallpläne, wie unter anderem »Bloomberg« berichtete. Frankreich könnte dabei in diesem Winter als Energie-Exporteur ausfallen und selbst Strom importieren müssen. Die veralteten Atomkraftwerke, die dieses Jahr unter den niedrigen Wasserständen der wichtigen französischen Flüsse zu leiden hatten, sind keine Garantie mehr, dass das Land ausreichend versorgt ist.
Das dramatische Szenario, dass überall jetzt theoretisch durchgespielt wird, um im Ernstfall entsprechend zu reagieren, ist die kontrollierte Limitierung der Stromnutzung für Haushalte, bestimmte Industriezweige, Städte und Regionen, um einen großflächigen Komplettausfall durch Überlastung der Netze zu verhindern.
Die EU-Kommission hat einen Plan vorgelegt, nach welchen bis zu 10 Prozent des Stromverbrauchs insgesamt reduziert werden sollen. Fünf Prozent sollen auf jeden Fall zu Höchstverbrauchszeiten eingespart werden.
Das Problem ist, wie Experten an anderer Stelle immer wieder nahelegen, dass sich viele Szenarien gar nicht genau planen lassen, weil so viele einzelne Faktoren plötzlich hinzukommen können. Klar ist nur, dass in Europa die Sorge vor einem Strom- und Energiekollaps so groß ist wie nie zuvor.


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